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Abbinden und Klammern
Einige von Euch kennen das schaurig prickelnde Gefühl beim Ansetzen einer Klammer mit verdammt süßen Zähnchen, andere wiederum wissen um das Leuchten in den Augen des Malträtierten, berührt man sanft die gespannte und so was von empfindlicher Haut des gebondagten Hodens.
Hier soll jedoch keine Anleitung zu Bondage-Techniken und Beklammerungskünsten erfolgen, sondern einige Punkte hinsichtlich Aktion und Reaktion sowie ein paar medizinische Hintergründe behandelt werden.
Mein Hauptaugenmerk gilt heute Brüsten, Hoden und Penis: Möchtet Ihr nun in diesem Bereich eine Bondage anlegen, solltet Ihr Euch möglichst für ein etwas dickeres Material entscheiden. Etwa 0.8 cm und mehr im Durchmesser.
Der Grund liegt in der einschneidenden Wirkung von dünneren oder elastischen Materialien, wie Draht, Nylonstrümpfe, Gummibänder, Schnürsenkel oder Paketschnur.
Bei der Verwendung von elastischen Materialien sollte die Zugwirkung bei einer straffen Wickelung nicht unterschätzt werden. Außerdem lassen sich diese schlecht lösen und führen unter Umständen zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr, was eine Unterversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff im Gebiet dahinter zur Folge hat.Sicherlich lassen sich beim Abbinden eines Hoden oder Penis dünnere Schnürungen besser verwenden, laßt eure Wahl aber dann aber bitte auf ein Material fallen, dessen Knoten sich mühelos und schnell von Fingern öffnen läßt.
Aber bekanntlich reizt ja alles Verschriene und Verbotene. Ihr wißt jetzt, was zu tun ist? Einfach einen geeigneten Körperteil wählen und schon kann es losgehen .... oder vielleicht doch nicht so schnell mit den jungen Pferden?
Brust Die Brust besteht hauptsächlich aus dem Drüsenkörper, fürsorglich in ein Nest aus Bindegewebe und Fett gebettet, sowie der Brustwarze vorn an der Spitze, welche alleine aufgrund der vielen Nervenendungen hoch sensibel sind. Die Belastbarkeit ist von Person zu Person völlig unterschiedlich.
Brustwarzen Hier aus der mit Klammern oder Klemmen geschmückten Betrachtungsweise:Das Objekt der Begierde ist sicher sehr beanspruchbar, bei Frau meist mehr, als bei männlichen Artgenossen. Sie verzeiht so manche mißglückte Behandlung, dennoch sollte kein Akt zur Amputation führen.
Bevor man eine Klammer ansetzt, und das vielleicht zum ersten Mal, könnte man erwägen, diese vorher an einer nicht so empfindlichen Stelle einmal auszuprobieren. Man kann sich ein wenig Mühe geben beim Anlegen und statt der beabsichtigten 2 Millimeter, die vom Wirkungsgrad her sicher effektiver sind, dann doch lieber eine Hautfalte von 5 mm Dicke nehmen. Es gibt sonst so unschöne Narben wegen der Quetschungen.
Also, je mehr Gewebe sich zwischen den Backen von einer Feder zwischen gegeneinander gespannten Futterale befindet, desto verträglicher. Vom Prinzip gilt oben Erläutertes auch für den Penis und die Hoden.
Penis Der Effekt an einem nicht eregiertem Penis eine Fesselung vorzunehmen ist sicher größer, als im eregierten Zustand die Schnüre zu schwingen. Bekanntlich sollen Stauhelfer (Cockringe, Schnürungen) ein Lächeln in aller beteiligten Gesichter zaubern.
Der Zauber verfliegt aber schnell, wenn man diesen nicht mehr aufbekommt. Das kann unter Umständen zu Veränderungen des Gewebewassers in der Umgebung führen welche dann selbst bei Lösung des Knotens einen Abfluß des gestauten Blutes unmöglich machen.
Es könnte eine Dauererektion folgen, welche sehr schmerzhaft und meist nur durch einen operativen Noteingriff zu beheben ist. Bitte verwendet, wenn Ihr auf diesem Gebiet noch keine oder wenig Erfahrung habt, keine Bindfäden, Schnürsenkel, Gummibänder oder Draht, auch Cockringe aus Metall, die sich im Notfall nicht zerschneiden lassen hebt Euch bitte für später auf.
Es gibt nette Ideen aus Leder, mit verstellbarem Durchmesser, oder Latexringe, die erstens dehnbar und zweitens sich im Notfall zerschneiden lassen. Wenn Nadelfetischisten beim Anblick eines prallen Penis jetzt leuchtende Augen bekommen sollten, legt am besten gleich eine ganze Zewa-Rolle drunter, das Stichereignis hinterläßt mit Sicherheit einen sprudelnden Eindruck.
Hoden Eigentlich gar nicht so weit entfernt vom Penis, und meistens bei einer Bondage sowieso schon mit dabei, so gebühren ihnen doch ein paar eigene Zeilen. Wem es noch nicht bekannt sein sollte: Darin befinden sich unter anderem in der Regel zwei ganze Hoden, nebst zwei zu- und abführenden Samensträngen. Darin enthalten je ein Samenleiter und seine Blutgefäße, sowie weitere kleinere Arterien, ein Venengeflecht, Nerven und je einem umhüllenden Muskel.
Widmet Ihr Eure Aufmerksamkeit nun also dieser herrlichen Konstruktion, macht alles langsam, denn jede einzelne Faser sollte die Möglichkeit bekommen sich bei einer Dehnung unter Gewichten an die neue Längen zu gewöhnen. Schließlich wollt ihr keine Pflaumen vom Baum ernten, oder...?
Bei einer Fesselung im Ansatzbereich ist zu beachten, daß hier die Samenstränge in Mitleidenschaft gezogen werden können, womit der Geburtenkontrolle dann endgültig Genüge getan wäre. Wissen solltet Ihr, daß oberflächlich die Venen liegen. Über sie fließt alles ab, bzw. wird alles abtransportiert. Tiefer finden sich dann die Arterien. Sie bringen alles Neue mit. Daneben schlummern die Nerven. Wird die Bondage ganz sachte angelegt, passiert wahrscheinlich gar nichts.
Wenn Ihr jedoch unter Zug einen Knoten setzt, wie zum Beispiel beim Verpacken eines Päckchens, unterbindet man den venösen Abstrom da die Venen ja oberflächlich liegen. Es kommt zum Stau von Blut im Areal dahinter, und somit wird es erst einmal voller, praller und fester. (Ähnlich wie beim Blut ab nehmen. Der Stauschlauch ist im Prinzip eine getarnte Bondage.)
Gefährlich wird es, wenn die Bondage zu fest angezogen wird, denn dann wird auch die arterielle Zufuhr unterbunden. Es kommt zu einem Abbinden des Gefäßes, und folglich zu einer Unterversorgung des dahinterliegenden Gebietes, was Gefahren birgt.
Bei längerfristig angelegten Klemmen oder Bondagen kann das venöse Blut nicht mehr Abfließen. Dabei kann es zum Einklemmen von Nerven, Arterien oder Gefäßen allgemein kommen. Durch den permanenten Zustrom durch die Arterien ohne Abfluß kommt jede noch so dehnbare Haut irgendwann an ihre Grenze. Es wird zu voll und die Gewebestrukturen bedrängen sich selber.
Rein medizinisch gesehen erste Vorboten für Schäden im Gewebe wollen wir ja gerade diesen prallen Zustand, das prickelnden Gefühl, eine Überempfindlichkeit und ein Kribbeln damit herbeiführen. Wenn Ihr denn mal solch eine prall gefüllte Herrlichkeit vor Euch habt, geht bitte sanft damit um, auf einen prall gefüllten Wassersack würdet Ihr auch nicht mit aller Heftigkeit schlagen, es sein denn, Ihr wolltet Ihn Euch mal von Innen anschauen.
Stecht nicht mit spitzen Gegenständen hinein - macht ein unschönes Muster auf dem Teppich.
Zu Klammern oder Klemmen wäre noch zu sagen, je größer, oder besser je dicker die Hautfalte dazwischen ist, desto geringer der mögliche Schaden. Verwendet Ihr Klemmen, bitte die ohne Zähnchen. Letztendlich liegt ist es eine Ermessensfrage und individuell verschieden, wie lange, wie schlagkräftig oder wie intensiv etwas ausgeübt wird.
Wann aber wißt Ihr nun, ob eine Arterie betroffen oder generell Vorsicht geboten ist? Meistens verändert sich die Farbe der Haut erst ins bläßliche dann ins bläuliche, sie wird kalt, auch berührungsempfindlicher, beginnt zu kribbeln wie unter Ameisenfüßchen und später kann ein Taubheitsgefühl dazu kommen. Auch ein pochendes Gefühl kann ein Anzeichen für eine Gefäßeinklemmung sein. Taubheitsgefühl kann aber auch durch das Einklemmen eines Nerven bzw. dessen Unterversorgung resultieren. Dies kann bereits nach 5 Minuten der Fall sein.
Was ist nun zu tun? SOFORT die Bondage oder Klammer lösen! Falls sich die Bondage nicht schnell genug durch Hand lösen läßt, sollte für den Notfall immer eine Schere bereit liegen. Bedenkt beim Anlegen einer Klammer, Klemme oder VOR-ORT-Bondage immer, daß hier Gefäße zu- und abgeklemmt werden.
Ist eine Unterbindung zu stark oder zeitlich zu ausgedehnt, kann es zum Absterben des Areals mangels Versorgung kommen, und wer mag schon seinen Sklaven ohne seine Hände.
Was sollte allgemein beim Öffnen der Bondage bzw. dem Lösen von Klemmen bedacht werden? Löst die jeweilige Bondage, den Knoten oder eine Klemme/Klammer immer mit Bedacht, also langsam, damit in die abgebundene oder abgeklemmte Region das Blut langsam zurück fließt. Es sei denn Ihr legt gesteigerten Wert auf den Urschrei Eures Sub, da die abrupte, stoßartige Zufuhr von Blut sehr heftige, stechende Schmerzen verursacht bzw. es bis hin zur Ausprägung einer Schocksymptomatik führen kann..
Wenn Sub sich aufgrund eines wunderbaren Spieles noch in einem schwebenden Zustand befindet, ein sehr unerotischer Schmerz der diesen beendet und zu hart auf den Boden der Realität zurück führt.
Beste Grüße, Anne Meißner (Ärztin)
Für Unfälle bei Durchführung von Praktiken, die hier Erläuterung finden, wird keine Haftung übernommen.
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