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Abschied: eine wahre, schmerzvolle Geschichte von A.
48h ist es nun her das wir uns trennten. Tränenreich und schwer war der Moment als du gefahren bist. 6 Monate haben wir miteinander verbracht. Zeit, die uns Nähe und Vertrautheit, Wärme und Geborgenheit gegeben hat. Wir haben versucht eine SM Beziehung zu leben. Du als mein Herr, Ausbilder und Sir, ich als deine devote Novizin.
Wir beschränkten uns anfangs auf dieses Leben, doch mit der Zeit wurde mehr daraus. Waren immer Herr und Novizin und doch auch wir. Bewegten uns in deinem Freundeskreis und niemand bemerkte unsere Lebensart. Wir wollten es beide nicht. Von Anfang an war klar, das ich nicht deinem Ideal einer Traumfrau entsprach. Lange blonde Haare und die Modelfigur fehlten und werden immer fehlen. Und es fehlte etwas ganz Entscheidendes, deine Vorstellung von Liebe.
Du kannst es bis heute nicht in Worte fassen, was Liebe für dich ist, weißt nicht, ob die Vertrautheit, Zuneigung und Wärme, das Wohlfühlen und Du- sein- dürfen Liebe ist. Doch warst du dabei immer ehrlich.
Vor 48h hast du vor mir gestanden und geweint, so wie die meiste Zeit unserer 11-stündigen Fahrt. Hast immer wieder gesagt, ich bin doch bescheuert, wie kann ich jetzt fahren. Ich konnte und wollte dich nicht aufhalten. Will, dass du für dich entscheidest, will, das du genauso leidest wie ich.
Ja, ich leide. Verfluche dich und wünsche dich herbei. Ich weiß, das du auch während unserer Zeit Kontakt zu anderen Frauen hattest. Weiß, das du einige schon länger kennst. Weiß aber auch, das du weiter gesucht hast, in der Hoffung deine Traumfrau zu finden. Die Frau, bei der du genauso wie bei mir, deinen Sadismus ausleben kannst. Bei der du deine Lust befriedigt weißt und dich doch auch im Alltag mit ihr zeigen kannst. Eine Frau, die neben dir und deiner Lebensvorstellung bestand hat und dir die Freiheiten gibt, die du brauchst., die dir nicht die Luft zum Atmen nimmt.
Ich konnte es für dich nicht sein.
Du hast mich in das Geheimnis der Lust durch Schmerz und Demut eingeweiht. Deine Hand hat mir den ersten Schlag, gepaart aus Angst und Lust, bereitet. Abschätzend standest du vor mir, Befehle gebend und doch immer mich mitentscheiden lassen, wie weit ich am Anfang gehen konnte. Ganz vorsichtig, ohne Hektik ohne Druck. Dafür danke ich dir.
Du hast mich wieder zur Frau gemacht. Mich Röcke tragen lassen und halterlose Strümpfe, dir Schuhe mit hohen Absätzen gewünscht. Aus anfänglichem Unbehagen wurde Freude und Wohlbefinden.
3 Stunden ist es nun her, dass ich unsere Sachen eingepackt habe. Ihr Anblick hat mich jedes Mal zum Weinen gebracht. Ja, es ist sehr früh, doch nur so kann ich nach vorn schauen, nur so ist es mir leichter, den Schmerz zu ertragen. Eine Tasche voll unser Leben. Röcke, Manschetten, Plugs und Kugeln, Vibrator und Glöckchen, Schuhe und Strümpfe. Ich weiß nicht wie viel ich noch finden werde. Ob ich diese Tasche jemals wieder auspacken werde?
Du hast mir so vieles mit auf den Weg gegeben. Acht geben soll ich auf mich, wenn ich mich wieder auf einen Herrn einlasse. Vorsichtig soll ich sein, gibt es doch so viele Spinner. Auch sprachst du davon wie perfekt unsere Beziehung war, ich deine Wünsche schneller umgesetzt habe, als du sie ausgesprochen hast.
Nichts war perfekt, denn sonst würde es ein uns noch geben. Es ist schwer zu begreifen, dass ich nun keinen Herrn mehr habe, frei bin. Und doch kann ich das Kettchen an meinem Halsband nicht ablegen.
Doch solange es in meiner Tasche ruht, wird es auch keinen Grund geben es zu entfernen. Du hast mich freigegeben. Weil ich dich liebe, geb` ich dich wieder her... Schmerz der keine Lust bereitet...
(c) A.
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