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Der Fremde im Zug
von Lumumba
Heute ist so ein Tag: Ich hätte lieber im Bett liegen bleiben sollen. Es regnet, stürmt und dann fängt es auch noch zu schneien an. Ich komme gerade aus dem Büro. Habe endlose Überstunden hinter mir, denn heute war Sitzung mit anschließendem Umtrunk. Gerade eben erwische ich noch den letzten Zug um 23.15Uhr. Ich stehe am Bahnsteig, den Kragen meines Kostüms hochgeschlagen. ‚Gut dass ich Strümpfe angezogen habe. Es zieht hier’, denke ich bei mir.
Ich stehe, warte am Bahnsteig als ich hinter mir einen Duft wahrnehme und diesen einsauge wie frischen Atem. Markant. Männlich. Schon lange habe ich keinen Mann mehr so wahr genommen. Zu wenig Zeit? Flucht vor Komplikationen? Ich werde mich nicht umdrehen. Er scheint ziemlich dicht hinter mir zu stehen, während wir beide auf den Zug warten.
‚Mach dich nicht lächerlich, Susanne. Er wartet genau so wie du. Genauso wie du, will er nur schnell nach Hause kommen. Und rede dir nichts ein! Er steht nicht so dicht bei dir. Könnte es sein, dass du dir das wünschst?’ Solche Gedanken schießen mir durch den Kopf. Wahnvorstellungen? ‚Unsinn’, beruhige ich mich.
Der Zug fährt ein und ich gehe in ein weit vorn liegendes freies Nichtraucherabteil, denn ich erhoffe mir Ruhe nach diesem anstrengenden Tag. Nachdem ich mich hingesetzt und meine Tasche verstaut habe, nimmt mir gegenüber ein Mann Platz. Noch ehe ich ihn mit Blicken recht wahr genommen habe, erkenne ich jenen markanten Duft wieder. ‚Ist er das?’ Dieser angenehme Geruch scheint mein ganzes Bewusstsein auszufüllen. ‚Beruhige dich!’, flüstert meine innere Stimme. ‚Nur ein Reisender.’ – Aber was für einer: Keine Schönheit. Markantes Gesicht. Wohlgeformte Hände. Und ein derart entwaffnendes Lächeln, dass sich sofort eine wohlige feuchte Wärme in Gegenden meines Körpers ausbreitet, die ich lange ignoriert hatte.
Er sieht mich unverblümt an und ich habe plötzlich das Gefühl völlig nackt zu sein. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, dass dieses Gefühl durchaus anregend ist. ‚Susanne, du bist kein naives Schulmädchen mehr. Krieg dich wieder auf die Reihe!’ Plötzlich ein anderer Gedanke: ‚Bei Mark habe ich viel zu selten diese Hitze gespürt.’ Irgendwie strahlt dieser Mann einfach pure Erotik aus. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das alles nur einbilde. Ich leide doch nicht etwa an Entzugserscheinungen.
‚Sieh aus dem Fenster!’, ermahne ich mich. Bei völliger Dunkelheit? Bei diesen schmutzigen Scheiben? Doch darin spiegelt sich nur das Gesicht des Fremden, der scheinbar vertieft vor sich hin träumt. Und dennoch bilde ich mir ein beobachtet zu werden. Ich fühle mich taxiert, mit Blicken abgetastet. Diese Gedanken treiben mir plötzlich Hitze in die Wangen, so dass ich heftig erröte.
Ich schaue mich hastig um. Im Abteil befindet sich außer uns beiden nur noch eine ältere Frau. Sie sitzt weiter hinten. Irgendwie beruhigt mich ihre Anwesenheit ein wenig. Meine Nerven beginnen sich zu beruhigen und ich lehne mich entspannt zurück, schließe die Augen.
Plötzlich ruckt der Zug an. Offensichtlich haben wir kurz gehalten. War das eine Station? Ich muss kurz eingenickt sein. Ich schaue mich um. Wo ist die ältere Dame? Egal. Ich schließe meine Augen wieder. Trotzdem spüre ich, dass Er mich wieder beobachtet.
Plötzlich höre ich ein Rascheln. Ach ja, sicher liest er jetzt Zeitung um sich die Zeit zu vertreiben. Ich habe immer noch die Augen verschlossen, als mich eine zunehmende Unruhe aufblicken lässt. Fortwährend raschelt das Zeitungspapier. Was macht der denn? Ich blicke auf und direkt in seine Augen. Die Zeitung liegt auf seinem Schoß, seine Hände befinden sich darunter. Sein Gesicht ist leicht gerötet und seine Augen schauen mich intensiv an. Plötzlich höre ich aus den Tiefen seiner Kehle einen dumpfen Laut. ‚Mein Gott’, denke ich, ‚war das ein Stöhnen?’ Mir wird siedend heiß als mir bewusst wird, warum sich die Zeitung ständig bewegt. Direkt vor mir scheint sich der Typ seinen Schwanz zu wichsen.
Ich kriege sofort Gänsehaut und fühle wie ich feucht werde. Gleichzeitig lehnt sich mein Verstand gegen diese absurde Situation auf. Das kann doch nicht wahr sein. ‚Das kann er doch nicht machen. Niemand macht so etwas’, denke ich. Mein Körper reagiert dagegen völlig anders. Zwischen meinen Beinen fühle ich es heiß und feucht werden. Ich kann meinen Blick nicht von der Zeitung wenden, die sich hebt und senkt. Fast unmerklich aber doch stetig. Meine Erregung wächst von Augenblick zu Augenblick und droht mich zu überschwemmen. Er wirkt dagegen völlig gefasst und selbstsicher. Nur seine geröteten Wangen zeigen seine zunehmende Erregung.
Da. Er schließt die Augen und ich bin froh eine Sekunde unbeobachtet zu sein. Etwas verwirrt stehe ich auf, und um die Situation zu retten krame in meiner Tasche nach einen Taschentuch. Die Tasche oben im Gepäckgitter hilft mir, wieder zu mir zu finden und meine Gedanken zu ordnen.
Wie ich also oben in der Ablage krame, spüre ich plötzlich Hände an meinen Handgelenken, kühles Metall und vernehme ein deutliches metallisches Klicken. Was ist das? Was passiert hier? Fast hätte ich es laut gesagt. Ich stehe mit dem Rücken zu ihm und er hat meine Handgelenke mit Schellen an die Ablage gefesselt. Träume ich? - Wir befinden uns in einem öffentlichen Zug. Der ist zwar fast leer, aber jeden Augenblick kann ein Schaffner oder anderer Fahrgast hereinkommen. Ich bin komplett durcheinander und doch erregt von der Situation. Mich zu wehren oder gar zu schreien fällt mir gar nicht ein. Ich spüre seine Hände an meinem Rücken, an meinen Armen, an meinem Nacken. Sie streicheln, liebkosen mich. Ich beuge meinen Rücken durch um es besser spüren zu können. All meine Gedanken sind ausgeschaltet, mein Körper hat völlig die Kontrolle übernommen und lässt sich mehr und mehr auf das sinnliche Spiel ein. Seine Hände wandern zu meiner Brust und durch die Bluse zeichnen sich meine harten Nippel ab, was ich wahnsinnig aufregend finde. Seinen warmen Atem spüre ich in meinem Nacken. Seinen erregenden männlichen Duft, der mich scheinbar völlig umgibt, sauge ich tief in mich ein. Dabei nehme ich wahr, wie ich immer feuchter werde. Seine Arme umschlingen mich, knöpfen mir die Bluse auf, streicheln meinen BH, meine Warzen. Seine Hände gehen unter die Wäsche und mir entfährt ein leises Stöhnen. Ich bäume mich auf und dränge mich seinen Händen entgegen. Ich denke nicht mehr. Nur noch Gefühl, Erregung und pure Geilheit kochen in mir hoch. Weiter wandern seine Hände über meinen Bauch zu meinem Rock. Er presst sich an mich und ich spüre seinen harten Schwanz an meinem Po. Oh Gott! Langsam schiebt er meinen Rock nach oben und wandert über meine nackte Haut - Hüften und Po. Eine nie gekannte Erregung überkommt mich und ich vergesse Zeit und Raum. Ich will nur noch, dass es nicht aufhört. Will mich fallen lassen. Will IHN.
Er bahnt sich seinen Weg und ein Stöhnen entfährt meiner Kehle. Tief und dunkel. Seine Finger sind jetzt ganz nah an meiner Lustgrotte und er sucht meine Lippen; teilt sie und ich merke wie sich ein kleines Rinnsal meines Saftes aus mir ergießt, meine Beine entlang herabläuft. Wahnsinn! Wunderschön! Er teilt meine nassen triefenden Lippen mit den Fingern und streichelt sanft meinen Kitzler, mal fester, mal leichter. Drückt ihn und versucht ihn zu zwirbeln. Mit der anderen Hand spielt er an meiner Brustwarze und kneift sie stark, was mich noch mehr erregt. Seine Fingerfertigkeit ist erregend und lässt mich nur noch heißer werden. Dann, ganz plötzlich schiebt er zwei Finger tief in mein bereites glitschiges Loch. Oh jaah! Ich spüre, wie mir pure Lust durch alle Glieder fährt und winde mich. Er aber dringt noch tiefer in mich, nimmt einen weiteren Finger und spielt an der Innenwand meiner Scheide. Sucht nach dem Punkt, findet ihn, reibt und dreht die Finger. Ich habe kein Gefühl. Keine Ahnung wie viele er in mir hat und doch sehne ich mich nach mehr; spüre wie er noch den vierten Finger einführt und seine Hand leicht dreht um auch noch den Daumen gaaaanz vorsichtig einzuführen. Nun ist er völlig in mir und schiebt seine Hand unaufhörlich weiter. Oh mein Gott, das glaube ich einfach nicht. Nie zuvor durfte ich etwas so Schönes erleben. Ich bewege mein Becken. Nein! Es bewegt sich ganz von allein und macht es ihm leichter und ich merke: er ist völlig in mir. Wahre Gefühlsströme durchfließen mich. Seine Hand in mir bereitet mir unbändige Lust. Seine Finger spielen in mir und ich fühle wie ich gleich komme, wie alles in mir schreit und wie sich die Wellen in mir ausbreiten. Doch so sanft wie sie kam, so sanft zieht sich seine Hand jetzt zurück. Beinahe enttäuscht stöhne ich nur ein: „Warum? "
Dann höre ich plötzlich seine Stimme, die mir sagt, ich solle mich auf den Sitz stellen. Ich krabble hoch und Er setzt sich zwischen meine gespreizten Beine und im nächsten Augenblick spüre ich seine Zunge wieder dort, wo sie mir am meisten Lust bereitet. Er leckt meinen Kitzler, saugt an meinen Lippen und ich höre und spüre, wie er den Saft aus meiner Möse leckt. Ich bin dem Wahnsinn nahe und ergebe mich wieder ganz meiner Lust. Seine Hände sind überall, aber ich spüre nur seine Zunge, die mich reizt und in mich eindringt. Seine Hände streicheln meinen Po und ganz vorsichtig schiebt er einen Finger in mein enges Loch. Dieses Gefühl, genauso neu, genauso schön, habe ich noch nie erlebt. Er bringt mich mit seiner Zunge zur Raserei und ist jetzt auch noch mit seinem Finger in meiner Rosette, dreht ihn und bereitet mir nie geahnte Lust. Lange kann ich nicht mehr an mich halten. Gleich werde ich explodieren. Doch auch diesmal wieder hört er kurz davor auf. Er steht auf und schließt die Handfesseln auf. Ich drehe mich um und blicke ihn an. Er spricht nicht sondern nimmt mich in den Arm und küsst mich so leidenschaftlich, dass ich nur noch stöhnen kann. Auf seinen Lippen kann ich meinen eigenen Saft schmecken. Meine Zunge leckt gierig und ich sauge an seinem Mund.
Er setzt sich und zieht mich auf sich herab. Seine Hose ist noch immer vom Spiel unter der Zeitung geöffnet und so spüre ich, wie ich auf seinem erregtem harten Glied zu sitzen komme. Er hebt mich kurz an und dringt in mich ein - langsam und tief - und ich schließe die Augen und bin wie von Sinnen. Ich reite auf ihm und will ihn haben, heißer und tiefer. Alles will ich von ihm. Wir reiten in den Himmel, er stößt und ich bewege mich synchron zu ihm und es dauert nicht lange, da kommt es mir so heftig wie noch nie. Ich schreie ohne an irgendetwas zu denken. Egal! Ich gebe mich ganz meiner Lust hin. Auch er kommt mit einem Stöhnen, dass aus den dunkelsten Tiefen des Seins zu kommen scheint. Völlig ermattet breche ich auf ihm zusammen und er küsst mich und lächelt.
Plötzlich höre ich wie aus weiter Ferne eine Stimme „Fahrkartenkontrolle. Ihre Fahrausweise, bitte!" Schnell springe ich von ihm herunter, ordne meine Bluse, richte meinen Rock wieder ordentlich und krame nach meiner Fahrkarte, als auch schon der Schaffner unser Abteil betritt. Heftig errötend gebe ich sie ihm und auch der Mann hat sich angezogen und zückt nun seine Karte mit einem unergründlichen Lächeln auf den Lippen. Ein solches Lächeln habe ich nie wieder gesehen.
Kurze Zeit später fahren wir schon in den Bahnhof ein. Mit einem Mal werde ich in die Gegenwart katapultiert und alles kommt mir plötzlich wie ein Traum vor. Ich krame nach meiner Tasche und als ich schon gehen will, umarmt er mich noch einmal, küsst mich und drückt mir einen Zettel mit einer Nummer in die Hand. Zum zweiten Mal höre ich seine Stimme: „Es war wunderbar. Sehe ich Dich wieder?“ Und dann ist er weg. Verschwunden im Gedränge des Bahnsteigs. Ich stehe am Bahnsteig, einigermaßen verwirrt mit einem Zettel in der Hand und denke nur: JA.
(c) Lumumba
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