Spacer München: 21.11.08
Für alle Südlichter gilt am kommenden Wochenende: Le Café Bizarre goes New York! Die nächste Fetish night findet in der Diskothek "New York", Sonnenstr. 25 im Münchner Zentrum statt. Rauchen ist am 21.11. im Partybereich uneingeschränkt möglich, geöffnet ist von 21:30 bis 04:00 Uhr, bitte mit Dresscode. Mehr unter http://www.bdf-party.de/

 

 

 

 

LS Fortsetzungsstory

Die Herrin vom Wasserschloss Teil 3

Lady Jessica

Pünktlich um drei Uhr stand ich vor meiner Haustüre und hoffte, der regenschwere Himmel würde seine Schleusen noch eine Weile geschlossen halten. Neben mir hatte ich das schwere Case meines Keyboards und den kleinen Koffer eines Monitor-Lautsprechers abgestellt. Ich brauchte nicht lange zu warten, bis der große Wagen von Gestern um die Ecke bog und direkt vor mir hielt. Eine junge, dunkelblonde Frau in einem eleganten Kostüm stieg heraus und kam auf mich zu.

"Hallo, Du bist sicher Jochen, nicht wahr?" Ich bestätigte. "Ich war nicht ganz sicher - Gestern Abend konnte ich Dich im Dunkeln nicht genau erkennen. Ich bin Nadja, eine von Lady Jessicas drei Zofen. Mit Dorothea hast Du ja schon kurze Bekanntschaft gemacht - sie war die Überbringerin von Lady Jessicas Einladung. Nina wirst Du sicherlich noch kennenlernen, wahrscheinlich wird sie uns am Tor erwarten. Wollen wir?"

Wir verstauten meine Sachen in einem riesigen Kofferraum, ich setzte mich auf den bequemen Beifahrersitz, und Nadja lenkte den Wagen auf die Straße zurück. Wenig später hatten wir die Stadt hinter uns gelassen und erreichten nur kurze Zeit später das Schloß. Nadja hielt den Wagen vor der Zugbrücke.

"Geh schon mal vor, ich fahre nur den Wagen noch in die Garage." Mit meinen Koffern in den Händen überquerte ich das erste Mal die dunklen Holzbalken der alten Brücke und erreichte das Torhaus in dem Moment, als die ersten dicken Tropfen vom Himmel fielen. Vor mir öffnete sich das schwere Tor, und eine Gestalt in der Dunkelheit winkte mir ganz unbefangen zu.

"Hallo Jochen. Komm schnell rein, bevor Du noch ganz naß wirst." Ich schlüpfte durch die riesige Türe und fühlte mich dabei an meine Träume erinnert, um so mehr, daß die Frau, die mir geöffnet hatte, vom Hals bis zu den Zehenspitzen in schwarzes Latex gehüllt war.

"Du mußt Nina sein, nicht wahr?"

"Ich bin Nina. Hat Dir Nadja von mir erzählt?"

"Ja, gerade auf der Fahrt. Sie hat angenommen, daß Du mich erwarten würdest." "Und genau so ist es. Na, dann folge mir. Tee und Gebäck steht bereit, und Lady Jessica wartet nicht gerne..." Während ich ihr durch die Gänge des Schlosses folgte und einen ersten Eindruck von der Schönheit dieses alten Gebäudes bekam, konnte ich mir eine Frage nicht verkneifen. "Seid Du und die anderen Zofen wirklich echte Zofen? Seid ihr angestellt oder so?"

Nina schüttelte den Kopf. "Nein, angestellt sind wir nicht. Tatsächlich sind wir alle vier gute Freundinnen, die zusammen hier auf dem Schloß leben. Und Zofen sind wir genauso aus Leidenschaft und Berufung, wie Lady Jessica unsere dominante Herrin und Gebieterin ist." Nina blieb stehen und versperrte mir den Weg. Ihre Stimme wurde ein paar Nuancen leiser. "Ich will Dir etwas sagen. Wir drei Zofen haben unsere Herrin und uns selbst - Du verstehst sicher, was ich meine." Ich nickte, obwohl ich tatsächlich noch nichts verstand. Erst Ninas weitere Worte machten mir die Bedeutung klar.

"Gut. Bei Lady Jessica ist es anders. Sie leidet sehr darunter, keinen Partner zu haben. Es ist nicht so, daß es keine devoten Männer gäbe, die alles für sie tun würden. Aber Jessica sucht nicht nur einen Sklaven, der das Denken verlernt oder nur seine Lusterfüllung im Kopf hat, sondern einen echten devoten Partner, der ihr vollkommen in Liebe ergeben ist, sich jedoch niemals soweit aufgeben würde, daß er zu einer willenlosen Marionette wird, und der stark genug ist, daß sie sich an ihm auch mal anlehnen kann oder der sie einmal auffangen kann, wenn sie fällt - auch Jessica ist zuerst einmal ein Mensch und erst dann die Herrin. Bitte behalte dies in Gedanken, wenn Du mit ihr zusammen bist und eventuell vorhast, sie zur Freundin zu gewinnen. Wenn Du zur ersten Sorte von Mann gehörst, wirst Du sie irgendwann nur verletzen. Dann wäre es besser, Du gehst wieder und machst ihr keine falschen Hoffnungen." Ich schluckte.

Nina hatte nicht aggressiv gesprochen, doch ihre Worte trafen mich dennoch tief, und ich fragte mich das erste Mal nach meiner Motivation, Jessicas Einladung angenommen zu haben, ihren Ring zu tragen, mit dem ich mich in der Öffentlichkeit schließlich als SM-ler outete, und heute hier zu sein, um sie wiederzusehen. Suchte ich auch nur die Herrin, die mir die Lusterfüllung gab, die ich mir bislang nur in meiner Phantasie vorgestellt hatte, oder suchte ich mehr?

Dann wurden mir meine Träume bewußt, die Klänge der Harfe durch das offene Fenster, die Verbundenheit, die ich gefühlt hatte, als ich auf meiner Flöte mitspielte, Abends im Wald am Seeufer, und ich wußte mit Sicherheit, daß es mir nicht nur um Lusterfüllung ging, sondern um viel, viel mehr - um wirkliche Hingabe, um Liebe und Vertrauen, für die ich bereit war, mein bisheriges Leben aufzugeben - nicht aber meine Musik, meine Arbeit, die mir Freude bereitete und die mich definierte. Damit kam eine Selbstaufgabe gar nicht in Frage. Ich war mir sicher, daß ich, wenn, dann zu der zweiten Sorte von Mann gehören mußte. Und dies sagte ich Nina auch.

"Was denkst Du?" fragte ich sie anschließend. "Ich kenne Dich nur vom Klang Deiner Flöte, von Dorotheas Eindruck, nachdem sie Dir die Einladung überbracht hatte, und von Lady Jessicas Erzählung über Dich nach Eurem gestrigen Essengehen. Auf dieser Grundlage denke ich ähnlich über Dich wie alle anderen hier auf dem Schloß, nämlich daß Du ein sensibler Mensch bist, der in einem devoten Leben seine Erfüllung finden wird, und ich glaube Dir schon, daß Deine Absichten ehrlich sind. Dennoch habe ich Angst, daß meine Herrin verletzt werden könnte, und der Gedanke daran tut mir weh...." Damit drehte Nina sich wieder um und führe mich noch ein wenig weiter, bis wir jenen großen Raum betraten, welcher hinter den Fenstern lag, aus denen ich immer das Harfenspiel gehört hatte.

Jessica erwartete uns bereits, und sie begrüßte mich mit aufrichtiger Herzlichkeit. "Willkommen auf meinem Schloß. Ich freue mich sehr, daß Du gekommen bist. Und wie ich sehe, trägst Du auch meinen Ring..."    "Ich habe mich entschlossen, ihn nie abzunehmen. Ich möchte Dich auf keinen Fall enttäuschen, und außerdem erinnert er mich immer an Dich." Ein herzliches Lächeln als Dankeschön war Jessicas Antwort. Dann deutete sie auf meine Koffer. "Was hast Du da mitgebracht?"

"Mein Keyboard. Damit habe ich mehr Möglichkeiten und spiele es auch besser als die Flöte. Es ist mein Hauptinstrument." Ich bückte mich, öffnete den Koffer und zeigte ihr das sehr teure, hervorragende elektronische Instrument, welches die Grundlage meiner gesamten Arbeit bildete.

Jessica nickte. "Ich bin gespannt, was wir gemeinsam zu Wege bringen werden. Aber das machen wir später, wenn es draußen dunkel ist und wir den Raum mit Kerzenlicht gemütlich und heimelig machen können. Jetzt setz Dich erst einmal zu mir und laß uns Tee trinken und reden."

Sie ließ sich auf einen Sessel nieder und forderte mich dabei mit einer Handbewegung auf, ihr gegenüber Platz zu nehmen. Nina, die bis jetzt lautlos und still wie eine Statue abgewartet hatte, schenkte uns beiden Tee ein und verschwand dann lautlos durch eine zweite Tür. Jessica und ich unterhielten uns lange, erzählten uns Dinge aus unserem Leben, erzählten von unseren Wünschen, Träumen, Zielen, doch niemals kam das Thema heute auf BDSM, Dominanz oder Devotheit oder sonstwelche Themen aus diesem Bereich zur Sprache. Ohne es zu bemerken, hatten wir eine stumme Übereinkunft getroffen: Wir würden uns zunächst unsere ‚weltliche' Seite zeigen, uns unser ‚normales' Leben offenbaren, und alles weitere sollte sich daraus entwickeln dürfen, ohne Druck oder Zwang. Später stellte ich mein Instrument auf und begleitete Jessica mit Klavier- oder sanften Streicherklängen, während sie auf ihrer Harfe zunächst bekannte Lieder spielte. Später begann sie zu improvisieren und ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und entlockte dabei ihrem Instrument jene Klänge, welche mich immer am Seeufer ihres Schlosses festgehalten hatten. Ich versuchte, ihre Musik zu ergründen, tauchte ein in ihre Gedanken, versuchte die Bilder zu sehen, die sie sah, und folgte ihren Klängen in eine Traumwelt voller Geheimnisse...

Als die Musik schließlich verstummte, wurde es sehr still im Raum. Für eine Weile waren wir beide noch gefangen von der Stimmung - Jessica saß ernst und still vor ihrem Instrument, ihr Geist noch weit entfernt, und auch ich löste mich nur schwer aus dem gedankenlosen Treiben der Musik, in der wir für kurze Zeit zu einer Einheit verschmolzen waren. Endlich zeigte sich auf ihrem Gesicht ein zaghaftes Lächeln, ihre Augen waren ein wenig feucht.

"So habe ich noch niemals mit jemandem zusammen gespielt...."  Ich konnte nichts erwidern - meine Sprache war noch nicht wieder zurückgekehrt. So ging es mir oft, wenn ich mich beim Spiel für eine Weile in den Klängen verloren hatte. Jessica stand auf und kam langsam zu mir herüber, legte mir ihre Hände von hinten auf die Schultern. "Weißt Du, die meisten Menschen, mit denen ich zusammen gespielt habe, können mit meiner Musik nichts anfangen, wenn ich beginne, meine Gedanken zu spielen. Das hat mich an Deinem Flötenspiel schon so fasziniert, daß Du meine Melodien mit Deinen Eigenen berühren und ihnen folgen konntest. Aber das heute... mir war so, als hätten sich unsere Seelen berührt..."

"Und jetzt ist mein Herz so weit, daß es weh tut...." Dies meinte ich ernst. In meiner Brust schien es ein nur noch eine Ansammlung stärkster Gefühle von erlebter Schönheit zu geben, die mich mit ihrer Intensität schier zerreißen wollten. Ich kannte diese Gefühle von Situationen, wo ich Wolken am Himmel anschaute, oder Sonnenuntergänge, und ich dabei immer glaubte, von der Schöpfung selbst berührt zu werden - aber dabei waren sie niemals so stark gewesen wie heute.... "Mein Herz tut auch weh...."

Der restliche Abend verging ruhig. Ich blieb noch zum Abendessen. Später dann geleitete mich Nina wieder zum Ausgang, wo Nadja bereits den Wagen vorgefahren hatte, um mich nach Hause zu fahren. Vorher hatte ich mich allerdings mit Jessica für den nächsten Tag verabredet - wir wollten gemeinsam ins Kino und danach wieder Essen gehen.

In den weiter folgenden Wochen sah ich Jessica nun beinahe jeden Tag - wir gingen spazieren, wenn das Wetter es zuließ, musizierten gemeinsam, redeten, lachten, erlebten uns in Fröhlichkeit, Traurigkeit, Ärger und all jenen Stimmungen, mit denen man nun mal eben zu leben hatte, lernten uns kennen. So verging der Oktober, und auch der November näherte langsam seinem Ende. Ich war mir sicher, daß ich Jessica zur Freundin, nein, noch mehr zur Lebenspartnerin wollte, und mir war es inzwischen egal, ob sie nun dominant war oder nicht. Wenn ich mit ihr in einer ärmlichen Hütte hätte wohnen und sie ernähren und beschützen müssen, ich hätte es getan. Ich hatte begonnen, sie zu lieben, und ich hoffte und glaubte auch daran, daß Jessica meine Gefühle teilte. Ich beschloß, mit ihr bei nächster Gelegenheit darüber zu reden. Doch Jessica kam mit zuvor....

Ich war bereits seit knapp zwei Wochen nicht mehr auf dem Schloß gewesen - der November hatte sich in seiner zweiten Hälfte von seiner schönen Seite gezeigt, die Sonne hatte geschienen, und die Luft war kalt und klar. Jessica und ich hatten die Zeit zu Aktivitäten im Freien genutzt, Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen und die herbstlichen Stimmungen genossen, die allerdings den nahenden Winter nicht mehr leugnen konnten. Eines Tages saßen wir, beide warm eingepackt in dicke Jacken, am Rande einer leicht ins Tal hinabfallenden Wiese auf einer Bank und schauten eine ganze Weile schweigend in den leuchtenden Abendhimmel. Plötzlich brach Jessica das Schweigen. "Jochen, ich möchte etwas mit Dir besprechen..." Ich schaute sie an, und ihre Augen fingen meinen Blick schneller ein, als ich ihn wieder abwenden konnte. "Ich denke, es ist an der Zeit, daß Du die andere Hälfte meines Wesens kennenlernst, und ich möchte Deine andere Hälfte kennenlernen. Verstehst Du, was ich meine?" Ihr Blick schien mich zu durchdringen und bis tief hinab in die verstecktesten Winkel meines Wesens zu schauen. Ich weiß nicht, ob ich etwas zur Antwort gesagt oder sonst irgendwie reagiert hatte; doch Jessica schien eine Antwort entweder bekommen oder gefunden zu haben - ich war mir nicht sicher, was nun mehr zutraf.

Jedenfalls fuhr sie fort. "Gut. Ich würde Dich gerne dazu einladen, zunächst einmal für einen Zeitraum von vier Wochen auf meinem Schloß zu Gast zu sein und meine Lebensweise zu teilen. Ich möchte zusammen mit Dir schauen, ob Du mit meiner Art und Weise zu Leben fertig wirst, ob sie Dir zusagt, oder ob sie nichts für Dich ist. Was meinst Du, könntest Du es einrichten, kurzfristig zu mir zu ziehen und Deine Musik für eine Weile ruhen zu lassen?"

"Das ließe sich problemlos einrichten. Ich habe meinen letzten Auftrag gerade abgeschlossen und im Moment keinen Neuen in Arbeit. Und ich muß zugeben, ich bin schon lange neugierig auf Deine andere Seite - ist es Deine dominante Hälfte, die Du mir zeigen willst?"

Jessica lachte. "Als Hälfte würde ich dies nicht bezeichnen, es ist der Löwenanteil meiner Selbst. Du glaubst gar nicht, wie ich mich in den letzten Wochen mit Dir beherrschen mußte, um Dir erst einmal nur meine ‚öffentliche' Seite zu zeigen. Viel länger halte ich, glaube ich, nicht mehr aus. Also Du kommst, abgemacht?" "Abgemacht."

"Gut, dann laß uns über die Details reden, über meine Bedingungen, die ich stelle... Du möchtest etwas sagen?"

"Ja. Jessica - ich wollte Dir sagen, daß ich mir sicher bin, Dich zu lieben...."

"Ich liebe Dich auch - und nur deswegen bekommst Du die Chance, bei mir zu prüfen, ob Du meine Lebensweise teilen willst..."

Weiter zu Teil 4

(c) Joachim

 

 
SM Partner
... finden sich selten auf der Strasse oder am Arbeitsplatz. Sie treffen sich meist im Internet durch konkretes Kennenlernen. Step by Step, weil die Liebe einschlägt, oder man einfach so verdammt gut miteinander sprechen und spielen kann. Man kann sich dafür 1000 Nächte mit bunten Fakes um die Ohren schlagen, oder dort suchen, wo sich Menschen nicht scheuen, Ihren Realnamen zu hinterlegen. Optimale Sicherheit und Ehrlichkeit für private Frauen und Männer mit realem Partnerwunsch bietet bisher nur die LS Community. Aber das verwundert ja nicht wirklich, oder? >>
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