|
Die Herrin vom Wasserschloss: Epilog
Diese Geschichte unseres Kennenlernens liegt nun bereits mehr als drei Jahre zurück. Ein Jahr später habe ich mir ein Herz gefaßt und Jessica einen Heiratsantrag gemacht, und sie hat mit ihrem Ja nicht gezögert. Unsere Hochzeit fand in der Sylvesternacht statt, und Nadja, Dori und Nina waren unsere Trauzeugen. Jessica war in dieser Nacht schöner als jede Prinzessin in ihrem selbst entworfenen Brautkleid aus weißem Latex, Leder, Pelz, und Seide. Ich mußte meine Lady immer wieder anschauen, und ich war sehr, sehr dankbar, Derjenige zu sein, den sie sich als Bräutigam auserkoren hatte. Ich war auch sehr stolz auf meine schöne Frau, und ein wenig fragte ich mich auch, ob ich dieses Glück wirklich verdient hatte. Doch habe ich meine Entscheidung, mein Leben mit Jessica zu teilen bzw. es ihr zu schenken, niemals bereut....
Jetzt bin ich auf dem Weg in den Salon, wo Jessica auf der Harfe spielt und mich erwartet. Wir werden gemeinsam Tee trinken und uns unterhalten oder vielleicht auch nur schweigen, eine Seele in zwei Körpern. Später werde ich mich in mein Arbeitszimmer im Keller des Wehrturms zurückziehen, wo ich mir ein kleines Studio eingerichtet habe, und an einem neuen Musikstück arbeiten. Ich werde dort solange arbeiten, bis Jessica nachschauen kommt, oder bis ich keine Lust mehr habe oder nicht weiter komme, und wir werden einen gemütlichen Abend miteinander verbringen, bei Kerzenschein und einer Flasche Wein. Vielleicht, wenn meine Lady spielen möchte, kommt mich aber auch eine der Zofen abholen zur Spielvorbereitung. In diesem Fall werde ich neugierig und gespannt sein, was sich meine Lady für mich und zu unserer beider Vergnügen ausgedacht hat.
Ich öffne die Tür zum Salon. Jessica steht auf und kommt mir lächelnd entgegen, und ich versinke in ihren grünen Augen...
(c) Joachim
|