Spacer Spielzeug, das SMer Herzen begehrt:
img src="http://www.lustschmerz.de/LS/http://web-001.meo-team.com/catalog/affiliate_show_banner.php?ref=522&affiliate_banner_id=18" border="0" alt="Welcome to your phantasies...">

 

 

 

 

Die ewigen Fehler der Königskinder...von Sehnsucht, Enttäuschung und Chance


Ein Redaktionsartikel von Andrea Schneider

Größte Sehnsucht und herbste Enttäuschungen, überzogene Erwartung und hoffnungsvolles Duchhalten... kein anderes Thema sorgt bei BDSMern für ähnlich starke Emotion, wie der große Wunsch nach dem richtigen Partner.

In sich schlüssig. Schließlich geht es um Sexualität, nicht um Onanie :) und wenn man dann endlich durch die anstrengende Mühle des persönlichen Selbstfindungs-prozesses durch ist, dann sehnt sich Mensch nach Realität. Nach Partner, nach Erleben, nach Glück. Alle Hoffnungen einsamer Nächte werden auf das noch unbekannte "Opfer" projeziert. In ihm/ihr liegt alle Erfüllung vermeintlich verborgen, - also muß es ihn/sie doch irgendwo geben! Deshalb zeig Dich, her mit Dir, mach mir glücklich, sofort !

Sicherlich: es ist nicht einfach Mr. oder Mrs. Perfect zu finden. Bereits für Vanillas platzen die Anzeigenmärkte der Wochenendzeitungen als allen Nähten. Wir leben in einer schnellen Zeit mit schnellen Bedürfnissen. Man konsumiert. Unterhaltung, Information, das Traumauto ebenso wie persönliches Glück. Bei der Partnerwahl birgt diese Haltung allerdings einen gewaltigen Pferdefuss: es geht schlicht und einfach schief, wenn meine Kontaktsuche ähnlich gestrickt ist wie die Jagd nach einem Sammler-Überraschungsei. Und in den meisten Fällen bleibt die Frage nach dem "Warum" offen. Es gibt einfach keine Antworten.

Beim Adressaten durchgefallen, kein Interesse, Setzen, Sechs!

Eigentlich ist es ganz einfach: der schriftliche Kontakt mit einem potentiellen Partner ist nichts anderes, als ein Bewerbungsschreiben bei einer Firma. Die eine Seite sucht und hat bestimmte Anforderungen. Ich sollte sie erfüllen können, mich in ein gutes Licht rücken, die richtigen Formen einhalten, Interesse wecken, Lust darauf machen mich kennenlernen zu wollen.

 

Es scheint aber, als wären diese üblichen Regeln nur wenigen Suchenden bekannt. Über den Lustschmerz Server laufen täglich hunderte von Kontaktanzeigen. Wir kennen die geballte Ladung an Hoffnungen und Wünschen, aber auch geballte Ansammlungen von haarsträubendem Dummsinn, der sich Stunde für Stunde auf den Weg macht um ersehntes "Opfer" zu erreichen.

Auch wenn es manchmal schwer fällt es zu glauben: hinter jedem dieser Texte steht ein Mensch. Ein Mensch, der ansonsten ein normales Leben führt, Alltag lebt, mit anderen Menschen, Freunden, Familie, Kollegen umgeht und nun eben versucht einen SM Partner zu finden. Ein Mensch der versucht, sich nun seinen intimen Traum zu erfüllen und der damit -in vielen, vielen Fällen- kläglich scheitert.

Meist wird bei der Aufgabe einer Anzeige noch eine gewisse Mühe investiert, - Zuschriften entbehren allerdings oftmals jeglicher Chance.

Dabei liegen die Gründe klar auf der Hand: Zunächst ist da der Unwille zu begreifen, daß auch sexuelle Gesuche eine ansprechende Form verlangen. Ich trete mit einer/m Unbekannte/n in Kontakt, den ich ich nicht mit meinen gesammelten Wichsphantasien bewerfen darf, bevor ich ihn überhaupt für mich interessieren konnte.

Ganz egal, ob "Meister XY von naturdevoter Sklavensau eine passende Vorstellung anfordert", oder "Kriecher 26 seine absolute Selbstaufgabe andient"... 99% dieser abstrusen Schriftwechsel werden angewidert ins Datennirvana geschickt. Zu Recht: denn kaum ein Mensch möchte ein klebriges Abziehbild seltsamer Phantasien kennenlernen. Warum auch? Diese Anschreiben sind ebenso auswechselbar wie die armseligen Gestalten dahinter. Sie haben keinen Stil, sie machen nicht neugierig, sie sind billig und phantasielos und wandern somit ohne Kommentar in den Mülleimer.

Egal wie meine feuchten Träume gestrickt sind: ich suche einen *Menschen* der mir diese Träume im besten Falle künftig erfüllen möchte. Diesen Menschen habe ich mit meinem Kontaktgesuch zu erreichen, sonst bleibe ich einfach ein einsamer BDSM-Wicht mit reinen Kopfgeistern. Frustiert und unbelehrbar.

Und dieser Frust macht es einfach nicht besser. Er vernichtet lediglich jeden weiteren Versuch, den ich mir somit auch getrost sparen kann.

Auch wenn es sich anstrengend anhört: jede neue Kontaktaufnahme betrifft einen neuen Menschen. Eine Person die nichts dafür kann, daß ich bisher Fehler in meinen Zuschriften gemacht habe und deshalb keine Antworten bekam. Das Interesse dieser Person wird auch dann nicht steigen, wenn ich weinerlich bekunde "wie schwierig und enttäuschend das alles doch ist". Kein Mensch dieser Welt erbarmt sich eines "Übriggebliebenen". Also bin ich doch blöd, mich selbst als solchen zu beschreiben...

Nein! Jeder neue Zuschriftenversuch ist neue Werbung für mich. Also lohnt es sich diese Werbung frisch und attraktiv zu machen. Jeder wird begreifen, dass es ziemlich unsinnig ist, jemandem der ein Auto sucht, einen Dauerlutscher verkaufen zu wollen. Dennoch bewerben sich täglich Dauerlutscher bei Autosuchern und wundern sich, daß sie kein Gehör finden. Übersetzt in BDSM heisst das: wenn ich auf ein Gesuch "das sich eine gleichberechtige Partnerschaft mit devoten Elementen wünscht" mit einer "24/7 Komplettversklavung, melde Dich Sklavenfotze!" kontere, dann bin ich einfach raus!

Gut bedient ist, wer lesen und verstehen kann. Es ist eine Ignoranz sondersgleichen, wenn ich die formulierten Bedürfnisse eines anderen überlese um ihn/sie mit meinen Wünschen zu bewerfen. Natürlich kann ich mich nun gefrustet aufs Trotzbänkchen zurückziehen und über die gemeinen Zustände im Anzeigenmarkt sinnieren... Es wird mich nur keinen Schritt weiterbringen, wenn ich die Gründe nicht begreife. Daß es eben keinen Sinn macht den Dauerlutscher zu bieten, wenn jemand den souveränen Langstrecken-Wagen haben möchte. Punktum, ganz einfach. Also runter vom Trotzbänckchen und mal sauber reflektiert, was ich eigentlich selbst genau möchte.

Will ich denn wirklich die Kellerverliesvariante? Oder glaube ich, daß ein perfekter Top/Sub diese bieten muß, damit er Erfolg hat? Ist mein Traum ein geiler Traum und würde mich seine Realität grenzenlos überfordern.... oder will dieser Kick unbedingt gelebt werden?

Auch hier ist das Ergebnis recht einfach: wenn ich die Kellerverliesvariante wirklich möchte, dann ist die Anzahl der möglichen Erfüllungspartner verschwindend gering. Dann muß ich langen Atem beweisen und lange Zeit suchen, viele Abstriche machen und warten. Es handelt sich um einen heftigen Traum, der kaum Chancen auf Erfüllung bietet. Ist einfach so, die meisten Menschen suchen real etwas anderes, etwas lebbares, etwas mit Potential.

Wäre doch eigentlich schade, wenn ich dieses Ziel in meinen Zuschriften projeziere, obwohl ich eigentlich doch lieber mit Subbie hin und wieder auf dem Sofa kuscheln möchte... Also ab in die Traumkiste mit den superharten Formulierungen. Es ist ein Irrtum zu denken, dass potentielle Partner diese erwarten. Sie suchen einen Menschen mit Facetten. Möglicherweise auch mit harten, aber eben kein Sklaven- oder Meister-Abziehbild mit Witzpotential. Ehrlichkeit ist die beste Garantie dafür, auch das zu bekommen, was ich mir wirklich wünsche. Und diese Wünsche, Qualitäten und Sehnsüchte verpackt man in einen passenden Rahmen.

Ist es passend, die Werbung die mich "gut verkaufen soll" als Dreizeiler, bestehend aus der Aufforderung "bei Interesse melde Dich, ich bin 1,76 groß, 36 Jahre alt und blond" zu formulieren? Wen biete ich damit an? Mich? Nein! Ich biete damit einen durchschnittlich aussehenden, durchschnittlich interessanten und durchschnittlich brauchbaren Allerweltstypen an, den -tut mir leid- keine/r haben will.

Warum auch? Was erzählt diese Beschreibung über mich? Leere Floskeln. ich bekomme dadurch kein Gesicht, keinen Charakter, keine Persönlichkeit und schon gar keinen Charme.

Also wiederum, auch wenn es anstrengend ist: antworten heisst intelligent antworten. "Gute Werbung" für mich machen, überzeugen. "Etwas über mich erzählen" und vielleicht ein wenig mehr als nur meine SM Leidenschaften, denn ich bestehe ja auch aus mehr als nur aus diesen Lüsten, oder?

Und, - auch wenn das Internet zu Halbsätzen und lieblos hingeworfenen Brocken verführt: Werbung mit geballten Rechtschreibfehlern ist stillos und wirft mich ins Abseits. Ein Master oder eine Herrin mit geschätztem IQ eines Wackeldackels locken kein Subbie hinter dem warmen Ofen hervor. Stil und Auftreten haben eben doch etwas mit Niveau zu tun. Wenn ich Legastheniker bin, dann schreibe ich eben dies als Information und gut. Die Vielzahl der Gruselantworten besteht aber einfach aus üblen Flüchtigkeitsfehlern, die sich dann ebenso schnell in den Trash "verflüchtigen". Ja, das Leben ist hart aber gerecht ;-)

Respekt gegenüber dem mir unbekannten Menschen und seinen Vorstellungen ist das Geheimnis, das Kontaktgesuche erfolgreich macht. Und - schade, daß es immer wieder erwähnt werden muß: Respekt gilt submissiven Menschen gegenüber ebenso wie den aktiven. Klar kann ich dennoch ein Spannungsszenario mit Machtgefälle aufbauen, wenn diese Form meiner Intention entspricht. Aber Dominanz *mit Stil* weckt das Interesse, sicherlich keine dummdreisten Ansagen, die nur einen einzigen Trieb entfachen: den verständlichen Fluchttrieb des ersehnten *Opfers*. Es ist sicherlich kein Problem, Phantasie real werden lassen zu wollen. Aber dem anderen den Platz zu lassen, diese Phantasie spannend finden zu können, verlangt eben auch danach *Möglichkeiten* anzubieten, nicht sie einzufordern.

Nicht zu vergessen: auch in einer beginnenden Einsteigerpartnerschaft ist viel Platz für tolle Entwicklungen. Gemeinsam langsam anzufangen, kann stabile, ausbaufähige Wege schaffen, - das ist viel logischer als von Anfang an das Kind in ein starres Korsett pressen zu wollen.

Schade, wenn "Sklaven" stets heere Naturdominanz und "Meister" ausschließlich formbare "Novizinnen" einfordern. Diese Wünsche malen ein deutliches Bild geringen Selbstbewusstseins. Sie werden in ihrer Schwäche sofort entlarvt und mit Mißachtung bestraft. Persönlichkeit, Reife und menschliche Größe erlauben Schwäche ebenso wie den Mut, sich einem Gegenüber zu stellen. Es ist kein Zeichen dieser Größe, sich lediglich "einfache" Gegen- und Mitspieler zuzutrauen. Krass gesagt: ich bekomme stets was ich verdiene. Verlangt mein Ego nach "automatisierter Devotheit" treffe ich im besten Fall auf ein leeres Wesen ohne Reibungsfläche. Daß sinnliche Devotheit durch meine Überzeugungskraft und Subtilität *entsteht*, ist eine Formel die es für viele Suchende noch zu lernen gilt.

Harte Worte in einer Situation, die doch eigentlich Einfühlungsvermögen und großes Verständnis verlangen würde? Nun ja... sicherlich hätte ich mit diesem Artikel auch in die bekannten Klagelieder einfallen können.... aber wäre damit jemandem gedient? Nein! :)

Wer nach langer erfolgloser Suche wirklich an den Gründen seines Mißerfolges Interesse hat, dem dürfte dieser Text einige Anregungen für neue Anläufe bieten. Und wer weiterhin in der Trotzecke verharren möchte, der sei in seinem Realmasochismus bewundert.

BDSM Partnerschaften wachsen nicht auf den Bäumen, aber sie sind erreichbar. Manchmal bedarf es einiger Anläufe, der richtigen Zeit am richtigen Ort, auch Glück gehört wie immer im Leben dazu. Aber eines ist klar: man kann den Erfolg seiner Partnersuche beeinflussen, in dem man sich auf Charme und all die Regeln besinnt, die man in anderen Bereichen als selbstverständlich empfindet.

Nicht zuletzt gelten diese Regeln auch für die "Glücklichen", die nach einer Anzeigenschaltung der "Qual der Wahl" ausgesetzt sind. Gute Kinderstube sollte zumindest ein kurzes, nett formuliertes "Absageschreiben" garantieren. Ein Mindestmaß an Würdigung dafür, daß mir jemand sein Interesse bekundet hat, - egal wie einfach es gestrickt war.

Wenn sich der Großteil aller Annoncenten an diese -eigentlich banalen- Stilregeln halten würde, wäre für alle Beteiligten viel erreicht. Man muß halt damit anfangen, damit Veränderungen auch eine Chance haben.

Dennoch bleibt die Tatsache, daß Frauen viel leichter als Männer eine Beziehung finden? Wirklich? Nun ja.... sie haben die größere Auswahl. Aber jedes Mal wenn eine Frau einen Partner gefunden hat, hat doch auch ein Mann eine Partnerin gefunden, oder?

In diesem Sinne : Viel Erfolg, Einfallsreichtum, Respekt und frische Intention beim Anzeigen verfassen und beantworten, viel Glück bei der sinnvollen Suche nach dem selben...Macht "gute Werbung" für Euch, wagt es, zeigt was in Euch steckt und jagt den bösen Frust aus dem Haus! Es lohnt sich.

Mit besten Grüßen,

Andrea Schneider

 

 

 
SM Partner
... finden sich selten auf der Strasse oder am Arbeitsplatz. Sie treffen sich meist im Internet durch konkretes Kennenlernen. Step by Step, weil die Liebe einschlägt, oder man einfach so verdammt gut miteinander sprechen und spielen kann. Man kann sich dafür 1000 Nächte mit bunten Fakes um die Ohren schlagen, oder dort suchen, wo sich Menschen nicht scheuen, Ihren Realnamen zu hinterlegen. Optimale Sicherheit und Ehrlichkeit für private Frauen und Männer mit realem Partnerwunsch bietet bisher nur die LS Community. Aber das verwundert ja nicht wirklich, oder? >>
Spacer
Geiles Spielzeug
... fesselnd, dehnend, schmerzend, schmückend... kann man sich bei Obi zweckentfremden, im Reiterbedarf zusammen suchen, in Heimarbeit nieten, oder bei jemandem bestellen, der sich damit auskennt: Der MEO Online Shop führt SM Toys für alle Vorlieben, in guter Qualität und zu fairen Preisen. >>
Spacer
Fetisch Contact
 >>
Spacer
 

[ Home | Impressum | Kontakt | Media-Daten ]
© Das Copyright für sämtliche Inhalte dieses Magazins liegt bei LustSchmerz Hamburg oder den Autoren.
Jegliche Verwendung von Texten bedarf einer schriftlichen Genehmigung.

LustSchmerz Community LustSchmerz Shopping Home