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Ein Mailwechsel über Eigenverantwortung, Vertrauen, Reife und den Unterschied zwischen Demut und Demütigung:
Liebe Ina,
ich habe Deinen Artikel "Verantwortung" gelesen und im Moment beschäftigt mich eine Sache sehr...sie ist fast schon zu einem Problem geworden und Dein Artikel spricht davon. Von der eigenen Verantwortung. Das stimmt und ich sehe es ähnlich wie Du. Es gibt nur einen kleinen Haken für mich. Kurz zu mir: Ich bin 28 Jahre alt, seit acht Monaten lebe und liebe ich mit meinem Freund - und seine Dominanz paßt zu meinem Wesen so perfekt, als wäre es ein Hollywoodroman...
Er ist mein erster Freund im DS -Bereich und ich glaube, dass ich kaum jemanden Besseres hätte treffen können - es gab noch keinen Augenblick, noch keine Tat und keinen Forderung, die nicht genau meinen Träumen entsprochen hat. Alles wunder-bar, eigentlich. Bis auf eine Sache. Ich weiß von einer Fantasie von ihm, die wohl sehr viele dominante Männer haben: Mich zu demütigen, indem er mit einer anderen Frau spielt. Wir sind kein "Partyspielpaar" und ich bin nicht sehr visuell... war es noch nie - auch nicht im normalen Leben.
Mein Problem ist nicht so sehr, dass ich eifersüchtig bin. Auch wenn die Vorstellung, ihn mit einer anderen zu sehen, mir auch Angst einflößt. Irgendwie haben damit aber nicht so viele devote Frauen ein Problem... die ich kenne... Sondern auch, dass ich einem Frauenkörper nichts abgewinnen kann - ich hatte niemals irgenwelche Bi-Ambitionen und meine einzige Erfahrung mit einer Frau hat mir sehr deutlich gezeigt, dass ich absolut Männer fixiert bin. Ich habe wahnsinnig Angst davor, was in mir passiert, wenn es soweit kommt... wenn ich es sehen muss...
Du wirst sagen: Rede mit ihm. Und das ist der Haken: Was wird mich wohl mehr belasten: Etwas beizuwohnen, was sich in mir völlig falsch anfühlt - oder meinem geliebten Herrn einen Wunsch abschlagen zu müssen - siehe Eigenverantwortung. Nichts zu tun, was mir schaden könnte - und damit leben zu müssen, dass ich es nicht geschafft habe, das Werkzeug all seiner Träume zu sein. Ich weiß jetzt schon, dass ich ihn nicht stoppen werde. Und habe solche Angst.
Tut mir leid, wenn ich Dich da jetzt etwas damit überfalle - aber sehr viele Menschen zum reden habe ich nicht... und irgendwie muss es raus. Vielleicht hast Du ja auch durch so viel Erfahrung etwas mehr Überblick?
Es würde mich jedenfalls sehr freuen, von Dir zu hören,
lieben Gruss ...
Hallo, ...!
Vielen Dank für Deine Mail, die mich sehr beschäftigt hat. Es ist nicht leicht Dir zu antworten, da ich Dich und Deine Situation nicht kenne und schliesslich gibt es im SM nicht DEN Weg, sondern viele Wege und die ganze "Kunst" besteht "lediglich" darin, dass Du Deinen Weg findest und gehst.
Du wirst feststellen, dass ich Dir eigentlich keine Antwort, keinen Rat auf Deine Mail zu geben brauche, da Du Dir die Antwort in Deiner Mail, bzw. in Deinen Überlegungen bereits schon selber gegeben hast...
Das Einzige, was ich Dir also noch anbieten kann ist, die ganze Situation einmal nach meinem Empfinden zu analysieren und dabei einige Deiner eigenen Überlegungen auf Dich zurückzuwerfen und Dich dadurch zum gesunden Nachdenken zu bringen. Dabei wirst Du vielleicht einiges hören, was Dir nicht gefällt, einiges, was Du eh schon weißt und vielleicht... vielleicht auch etwas, was Dir weiterhilft. Wenn Dir manches davon "altklug" vorkommt, dann verzeih bitte, denn es ist nicht meine Absicht, Dich zu belehren. Ich lebe mein SM nun schon seit 12 Jahren aktiv aus, was bedeutet, dass ich in dieser Zeit einfach eine ganze Menge erleben durfte - sowohl selbst, als auch durch die Bekanntschaften mit vielen anderen SMlern. Und dabei habe ich schon feststellen können, dass sich manche Dinge wiederholen.
Mir fallen beim Lesen Deiner Mail sofort zwei Dinge ein. Das eine wirst Du schon öfters gehört haben und das andere, hast Du Dir schon selber als Antwort in Deiner Mail gegeben: Geduld und Verantwortung. Und was sicherlich auch noch mit dazu gehört, sind Reden und Vertrauen. Auch wenn Du es vielleicht nicht (mehr) hören kannst/magst, weil ich es aus eigener Erfahrung nur zu gut kenne: SM besteht zum großen Teil auch aus Geduld, auch wenn man es nicht glauben mag, nachdem SM in einem eine Leidenschaft entfacht hat.
Gerade submissive Menschen spüren eine große "Gier" in sich, alles sofort und jetzt gleich erleben zu wollen. Kann ich nix gegen einwenden, da ich diese "Gier", diese Ungeduld glücklicher Weise auch nach so vielen Jahren immer noch sehr gut kenne. Aber SM ist etwas sehr Tiefgreifendes in Deinem Leben. Ob Du willst oder nicht, es hat einen Einfluss auf Deine Psyche. Du veränderst Dich als Mensch. Und deshalb ist es nicht gut zu meinen, dass man nach (scheinbar) kurzer Zeit alles über SM erfahren und erleben kann.
Sicher gibt es Menschen, die nach einem halben Jahr Ausleben ihrer Neigungen mehr vom SM begriffen haben, als manche, die es schon 20 Jahre betreiben. Doch manche Dinge (meiner Meinung nach sogar sehr viele) im SM, brauchen einfach Zeit zum "reifen". Zeit, damit Du sie verarbeiten kannst. Zeit, damit Du aus ihnen lernen, Dich weiterentwickeln kannst. Und um Zeit zu erhalten, brauchst Du Geduld.
Du sagst, dass Du "erst" seit 8 Monaten Dein DS lebst. Leider schreibst Du nicht, wie lange Dein Freund schon seinen SM lebt und wie alt er ist. Aber 8 Monate DS-Erfahrungen ist keine lange Zeit, auch wenn Du es nicht gerne hören magst. Nach 8 Monaten hast Du gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Du glaubst zu wissen, was Du magst, was Deine Neigungen sind, wo Deine Grenzen sind, was Du möchtest, was Du nicht tun kannst. Glaube mir: Du weißt dies alles noch nicht.
Du bewegst Dich im Moment sicher noch in Deinem, von Dir selbst gesteckten Rahmen, auch wenn Du jetzt vielleicht sagst: "Ist nicht wahr. Mein Freund hat mit mir schon so viele Dinge gemacht, die ich mir vor ein paar Wochen noch nicht vorstellen konnte!" Mag sein, dass Du es so empfindest. Ich lese aber aus Deinen Zeilen heraus, dass Du Dich immer noch in Deinen eigenen Grenzen bewegst. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Nach meinem Empfinden ist es nicht gut, wenn man zu früh über seine Grenzen geht. Man wird praktisch "gebrochen", es kann viel an Leidenschaft zerbrechen, wenn man schnell vorgeht.
Warum ich mir relativ sicher bin, dass sich Deine Grenzen noch nicht erweitert haben? Ganz einfach. Du schreibst selber: "...es gab noch keinen Augenblick, noch keine Tat und keinen Forderung ,die nicht genau meinen Träumen entsprochen hat..." Und nun schreibst Du: "...Mein Problem ist nicht so sehr, dass ich eifersüchtig bin. Auch wenn die Vorstellung, ihn mit einer anderen zu sehen, mir auch Angst einflößt...". "...Ich habe wahnsinnig Angst davor, was in mir passiert, wenn es soweit kommt...wenn ich sehen muss...", "...Ich weiß jetzt schon, dass ich ihn nicht stoppen werde. Und habe solche Angst..."
Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Besonders im SM. Da kommen wir nun an den anderen Punkt, denn Du schon selber erkannt hast: Verantwortung.
Als submissiver (oder devoter) Mensch "träumt" man davon, die Verantwortung abzugeben. Aber genau das ist tödlich für den SM. SM steckt voller Widersprüche und Du musst/solltst einfach lernen, diese Widersprüche zu erkennen, zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen. Erst dann, wird sich für Dich eine Türe öffnen, die Dich das "Wunderland SM (DS)" betreten lässt, von dem jeder Mensch zu Anfang träumt. Du darfst als submissiver Mensch niemals Deine Eigenverantwortung aufgeben. Damit machst Du Dich lebensunfähig und nimmst Deinem dominaten Partner gleichsam jede Möglichkeit, auf Dich Einfluss nehmen zu können - Dich dominieren zu können. Wenn er nämlich Angst haben muss, dass bei allem was er tut, Dir Schaden zufügen könnte, weil er etwas macht, was Dir nicht gefällt, was über Deine Grenzen geht - dann engst Du ihn damit in seinen "Spielraum" enorm ein. Du musst die Eigenverant-wortung haben und auch wahrnehmen, ihm zu sagen, was in Dir vorgeht. Und dies, sowohl positiv wie negativ. Du musst ihm ein Feedback geben, was gut und erfüllend für Dich ist und was nicht. Wie soll er sonst auf Dich eingehen? Und er muss das Vertrauen in Dich entwickeln können, dass Du eigenverantwortlich mit Dir umgehst - ihm zuliebe! Damit er Dich nicht kaputtmacht.
Verstehst Du? Da schließt sich der Kreis: Erst wenn Du das Selbstbewusstsein für Dich entwickelt hast und damit in der Lage bist, die Verantwortung für Dich, Dein Leben, Dein Handeln bewußt wahrzunehmen, erst dann ist er in der Lage, Dir zu vertrauen. Erst dann, kann er die Verantwortung für Dich übernehmen, die Du ihm gibst, weil Du alles für ihn tust. Erst dann erfüllt sich Deine submissive Veranlagung, Dein Traum, das Werkzeug seiner Träume zu sein. SM, Dominanz und Devotion sind keine Gegensätze. Sie können nur erfüllt ausgelebt werden, wenn man begriffen hat, dass sie sich ergänzen müssen.
So, viel zur Theorie. Laß uns ein wenig konketer auf Deine Gedanken eingehen. Du sagst, Du kannst nichts mit Frauen anfangen. Kein Problem. Ich bin 100%ig auch nicht bi oder lesbisch und trotzdem habe ich in all den Jahren lernen dürfen, dass das Spiel mit einer Frau auch ihren Reiz hat. Das habe ich aber sicherlich nicht nach 8 Monaten erkennen und ausleben können. Es war eine Entwicklung über Jahre hinweg. Warum willst Du Dich also bereits jetzt zu etwas zwingen, wozu Du jetzt noch gar nicht in der Lage bist? Dominanz bedeutet nicht, dass Deine Freund einfach alles mit Dir machen kann, wonach IHM alleine der Sinn steht. Dominanz bedeutet, jemanden in seiner natürlichen Veranlagung zu erkennen und zu fördern. Das kann Dein Partner aber niemals dadurch, indem er Dich "bricht". Indem er Dinge mit Dir macht, zu denen Du im Moment einfach noch nicht bereit bist. Das bedeutet nicht, dass er dies endgültig akzeptieren muss. Sondern es bedeutet lediglich, dass ihr beide daran arbeiten müsst, euch GEMEINSAM weiterzuentwickeln.
Und wenn er noch nicht genügend Erfahrung besitzt und Dich noch nicht gut genug kennt, um das von ganz alleine zu merken- nämlich welches Problem Du genau mit dieser Situation hast - dann musst Du es ihm sagen! DAS ist Deine höchste Pflicht als sub ihm gegenüber - nicht, willen- und empfindungslos versuchen, alle seine Träume zu erfüllen! Es ist ein schönes Märchen, welches jeden submissiven Menschen erregt: Seinem Herrn (oder Herrin) niemals irgendeinen Wunsch abzuschlagen. Aber bist Du es tatsächlich erreicht hast, dies zu können - bis dahin ist ein langer Weg! Und bis dahin (und auch wenn ihr gemeinsam dieses Ziel erreicht habt), hat Dein Partner die Verpflichtung, auf die Erfüllung einiger seiner Träume zu warten. Er hat als dominanter Mensch nicht nur Rechte, er hat auch eine Menge Pflichten. Das vergessen nur leider sehr viele dominante und auch devote Menschen immer wieder!
Ich bin also auch nicht bi und ich kann Dir sagen, was mir in solcher einer Situation, wie Du sie Dir ausmalst, passieren würde: Ich würde Höllenqualen erleiden! Allerdings nicht, weil ich Angst hätte, ich müsste was mit der anderen Frau machen, oder dass mein Partner mit der anderen Frau mehr Vergnügen haben könnte, als mit mir. Nein, einzig, weil er seinen Spaß hätte und ich nicht. Und ich diesen sofort auch haben will. Ja, Du liest richtig. WILL, nicht möchte. Ich habe als sub meinen eigenen Willen, eigenes Verlangen. Und ich stelle den hohen Anspruch an meinen Herrn, dass er ihn mir erfüllen muss :-) Und genau das, ist auch eine Herausforderung für meinen Herrn
Ach ja und noch etwas: Mit der von Dir geschilderten Situation haben bestimmt mehr Frauen Problem oder Angst, als Du glaubst. Sie geben es nur nicht zu, denn... sie wollen ja eine gute sub/Sklavin sein und einfach alles für ihren Herrn tun... Dadurch, dass Du Dich aber traust, genau diesen Punkt auszusprechen, hast Du erheblich weniger Probleme damit, als Du im Moment vielleicht glaubst... Was ist es also genau, wovor Du Angst hast? Mir ist es nämlich ehrlich gesagt, nicht so ganz klar. Ist es die Angst, etwas mit einer Frau machen zu müssen? Ist es die Angst, dass Du Deinen Partner verlieren könnest, weil er mit der anderen Frau mehr Spaß hat? Ist es die Angst, dass er mit Dir nichts mehr machen wird?
Wovor hast Du Angst?
Wenn "lediglich" die Angst größer ist, dass Du ihn aus einem Unbehagen, vor einer Dir fremden Situation, die Du Dich einfach nicht traust einzuschätzen, seine Träume nicht erfüllen kannst - dann gebe ich Dir den Rat: Vertraue ihm und tue es. Wenn wirklich "...seine Dominanz paßt zu meinem Wesen so perfekt als wäre es ein Hollywood Roman..." und "...er ist mein erster Freund im DS -Bereich,und ich glaube, dass ich kaum jemanden Besseres hätte treffen können...", dann wird er Dir niemals etwas antun, was Dir schaden wird - egal, ob körperlich oder psychisch.
Ich lese allerdings aus Deinen Bedenken heraus, dass Du zwar einen Traum mit ihm erlebst, aber ganz tief in Dir noch ein Zweifel herrscht, ob er Dir nicht doch Schaden zufügen könnte. Ungewollt natürlich. Doch Du vertraust ihm noch nicht. Was mich nicht verwundert, denn er ist Dein erster Freund in DS-Bereich und Du lebst eure Neigungen in diesem Bereich erst sein 8 Monaten aus... Ihr braucht einfach noch Zeit, damit Du ihm so tief vertrauen kannst, dass Du wirklich in der Lage bist, ihm alle seine Träume zu erfüllen und damit gleichzeitig auch Deine Träume. Nämlich den Traum, das Werkzeug seiner Träume zu sein.
Du schreibst, dass Dich der Gedanke quält, Deinem geliebten Herrn einen Wunsch abschlagen zu müssen. Ja, das kann ich nachempfinden, das geht mir manchmal auch so. Aber Du solltest eines nicht vergessen: Du bist nicht nur Sklavin, nicht nur sub, nicht nur devot. Du bist ein Mensch, eine selbstbewusste Frau, die in der Lage ist, zu denken. Und als dieser Mensch hat Du die gleichen Rechte, wie Dein Herr als Mensch. Und das bedeutet, dass Du auch als Sklavin durchaus in der Lage bist, ihm einen Wunsch abzuschlagen. Schliesslich wird er das Gleiche auch mit Dir machen - Dir einen Wunsch abschlagen, weil er es nicht will. Die einzige Konsequenz, die daraus in einer gut funktioniernden DS-Beziehung entsteht ist, dass Du Dir darüber im Klaren sein musst, dass er als Herr das Recht hast, Dich dafür zu strafen. That's all. Aber er hat nicht das Recht, Dich dafür zu verstoßen, zu quälen oder Dich leiden zu lassen, Dir Vorwürfe zu machen oder gar - es von Dir, gegen Deine Willen zu verlangen.
Langer Rede, kurzer Sinn (Uff, habe aber wirklich mega viel geschrieben *schäm*): Ich verstehe Deine Qual, dass Du Deinem Verlangen nicht nachkommen willst oder kannst, das Werkzeug aller seiner Träume zu sein. Doch Du bist es vermutlich schon viel mehr, als Du es Dir selber zutraust oder eingestehst. Du bist sicherlich nicht sein Traum, indem Du Dich selber aufgibst. So eine sub ist nur für die Doms interessant und reizvoll, die ein ganz großes Problem mit ihrem eigenen Selbsbewusstsein haben und die eine "wehrlose", "gefügige" Frau dazu brauchen, sich selber zu beweisen, wie toll sie doch sind. Willst Du so einem Herrn dienen? Sicherlich nicht :-) Seinem Herrn wirklich so dienen zu können, dass Du ohne Selbstzweifel in der Lage bist, ihm tatsächlich jeden Wunsch zu erfüllen - oder wie ich es auf meiner HP so schön schreibe: "... Ich muss mich alleine darauf verlassen, dass mein Herr sehr genau auf meine Reaktionen achten und damit meine tatsächlichen Grenzen "erfühlt", ohne dass diese jemals genannt wurden, oder auch nur in irgend einer Art und Weise definiert werden konnten. Und in dem Moment, wo ich meinem Herrn grenzenlos vertraue, dass er mir die Kraft gibt, ihm zu folgen, egal, was er von mir verlangt - in dem Moment, lösen sich meine eigenen Grenzen, meine Widerstände und Ängste auf und verwandeln sich in die Sehnsucht, jederzeit die Macht meines Herrn in mir zu spüren.
Das ist erfüllende Demut, die nicht im geringsten etwas mit Demütigung zu tun hat, sondern mit Stolz und Leidenschaft..." - bist dahin ist es ein sehr langer und schwerer und qualvoller Weg, den Du sicher nicht nach acht Monaten erfolgreich beschritten haben kannst. Ich habe dazu über 10 Jahre gebraucht und auch wenn ich Dir wünsche, dass es bei Dir nicht so lange dauern wird, so solltest Du Dich doch mit dem Gedanken anfreunden, dass Du dazu noch ein wenig Zeit - ein wenig Geduld - benötigen wirst. Du merkst, ich bin in meiner Antwort kaum auf Dein "scheinbares" Problem mit der anderen Frau eingegangen. Einfach, weil es in meinem Empfinden gar nicht Dein Problem ist. Dein Problem ist, dass Du einfach noch nicht so weit bist, wie Du glaubst, in Deinem Herzen zu spüren. "...und damit leben zu müssen, dass ich es nicht geschafft habe, das Werkzeug all seiner Träume zu sein..." - Du kannst damit leben, keine Frage. Denn genau dieses tun zu können, ist ein Lernprozess, ist ein wichtiger Bestandteil einer DS-Beziehung. Aber ihr beide werden in eurer Beziehung nicht damit leben können, dass Du ihm nicht soweit vertrauen kannst, dass Du ihn nicht sagen kannst, wozu Du im Moment noch nicht bereit bist. Wenn die Angst, ihm einen Herzenswunsch abschlagen zu müssen größer ist als die Notwendigkeit, mit ihm darüber zu reden - dann läuft etwas verkehrt.
Du MUSST ihn stoppen, wenn Du das Gefühl hast, dass das was er tut, sich in Dir völlig falsch anfühlt! Es ist sicherlich auf Dauer nicht die richtige, gesunde Grundlage für eine gute, erfüllende DS-Beziehung. Damit, dass Deine Selbstzweifel noch größer sind, als das Vertrauen auf ihm - Deinen Partnern - wirst Du seinem Status, als Deinen Herrn, der Dich liebt und berherrscht sicherlich nicht gerecht. Du willst alles für ihn tun. Und der erste und wichtigste Schritt dazu ist, dass Du ihm grenzenlos vertraust. Und dazu gehört, dass Du stärker bist, Deine Selbstzweifel überwindest, auf ihn zugehst und Dich ihm öffnest. Rede mit ihm darüber. Höre auf Dein Herz, es sagt Dir immer, was richtig ist. Und gib Dir Zeit. Du hast noch so unglaublich viel zu lernen und vor allem: Es gibt noch so unglaublich viel, auf was Du Dich im SM (bzw. DS-Bereich) freuen darfst.
In der Hoffnung, Dich mit meinem Roman nicht erschlagen zu haben, viele Grüße,
Ina
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... finden sich selten auf der Strasse oder am Arbeitsplatz. Sie treffen sich meist im Internet durch konkretes Kennenlernen. Step by Step, weil die Liebe einschlägt, oder man einfach so verdammt gut miteinander sprechen und spielen kann. Man kann sich dafür 1000 Nächte mit bunten Fakes um die Ohren schlagen, oder dort suchen, wo sich Menschen nicht scheuen, Ihren Realnamen zu hinterlegen. Optimale Sicherheit und Ehrlichkeit für private Frauen und Männer mit realem Partnerwunsch bietet bisher nur die LS Community. Aber das verwundert ja nicht wirklich, oder? >> |
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