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Ein Tag im Leben des grausamen Meister "Marquis de Satire"....

Ich erwache von dem samtenen Gefühl, das die Zunge der Sklavin zwischen meinen Zehen provoziert. Da sitzt es, das kleine Luder, unschuldig am Fußende des Bettes knieend, die Arme auf den Rücken gebunden und kommt ihrem Weckdienst nach...

"Schluß damit" räuspere ich meine verschlafene Masterstimme auf "Voice control Level" , werfe mit dem schwarzen Kopfkissen nach der Wecksklavin und bin froh, daß sie wie immer die Augen ordentlich gesenkt hält, - so kann sie glücklicherweise nicht sehen, wie ich mich langsam - auf meine Bandscheiben achtend - aus dem ledernen Schlafanzug schäle und Richtung Bad schleiche. Die halbe Stunde Einsamkeit jeden Morgen ist mir heilig ! Unbeobachtet schlapp sein dürfen, pinkeln ohne dominant schauen zu müssen, den Bauch am Waschbeckenrand auflegen.......schöööönn, denke ich und genieße die warme Dusche, während ich mir versonnen mit der weichen Babyzahnbürste die Beißerchen massiere. Aber die Zeit drängt - ich bin spät dran !

Beim Verlassen des Badezimmers stolpere ich allerdings über die Sklavin, die mir heute den eiligen Kaffee devot knieend im Gang serviert und finde mein Gleichgewicht glücklicherweise wieder, bevor ich mit dem Kinn am Pranger aufschlage. Mist !

Zwei gesalzene Ohrfeigen und eine massive Fußkette für die Sklavin, Anzug, Aktenköfferchen und Brotzeit für mich, und auf gehts zur Bushaltestelle, dem Sprungbrett in den Mastertag !

Schnell zwei Kinderwägen und drei Omis ins öffentliche Verkehrsmittel gehieft , kein Sitzplatz um in Ruhe die Sportergebnisse zu studieren und schon bin ich in der Firma, wo die schlechte Laune meines Chefs bereits als schwarze Unglückswolke durch die Abteilungen wabbert. Also Marquis, hurtig den Kopf eingezogen, möglichst unsichtbar machen und Zeit totschlagen. Hätte ich ja nix dagegen, wenn am Kopierer nicht immer der Lacklederslip in der Arschfalte zwicken und  mein Ring der O beim Telefonieren nicht am Hörer klappern würde.

Außerdem lachen die Hühner aus der Buchhaltung heute noch hinter meinem Rücken,wenn wir uns in der Kantine begegnen. Seit der Geschichte mit dem Fetischparty-Foto im "Mühlbrunner Tagblatt", auf dem ich mit Lederharnisch in der Piercingecke zu sehen war, bekommen die sich einfach nicht mehr ein...

Nervig... also spitze ich nur ein paar Bleistifte, um Folterskizzen auf der Schreibtischunterlage zu notieren und gebe meiner Sklavin per BDSMChat  die Anweisungen zum Vorbereiten des Abendessens durch.

16.00 Uhr - endlich Feierabend ! Schnell noch bei Mutti vorbei, der wöchentliche Blumenstrauß ist fällig, - Nelkenarrangement in zart rose - das wird ihr gefallen. Dann der Diskussion "um die richtige Frau für mich" aus dem Weg gehen, -eine schreckliche Debatte, die stets in einem ihrer Verkuppelungsversuche mit ältlichen Jungfern endet ..... Also nichts gegen Jungfrauen.... aber doch nicht in hautfarbenen Miedern !

18.00 Uhr - Masterstammtisch im "Alter Ego". Die Jungs und ich treffen uns dort alle zwei Wochen im Hinterzimmer um Erziehungsprobleme und Schlagtechniken auszutauschen. Einer für alle, alle für einen - vom Outing bis zur Lederbeerdigung - so lautet das Motto unserer Runde und heute ist Klaus mit seinem Beitrag " BDSM und Älterwerden" an der Reihe. Ganz schön interessant und wie er da so erzählt, steigt die Angst in mir hoch:

Grundgütigster ! Wie ist das mit Alzheimer und Codewort ? Gicht und Bondageknotenknüpfen ? Tennisarm und Spanking ?

Werde ich ein alter, zitternder, sabbernder WitzDOM werden, den seine junge Sklavin mit den Worten:" Komm schon Alterchen, fünf Schläge schaffst Du noch"  unterm Haarkranz krault ? Bevor mir schwarz vor Augen wird, erinnert Klaus mich glücklicherweise daran, daß ich noch keine 40 bin und schickt mich nach Hause um mich auszuruhen.

Und als ich dann dort in meinem Bett liege, die Sklavin mir den Rücken mit Eselsmilch massiert, da greife ich beherzt zu den Gewichtklammern, befestige sie an ihren Nippeln und freue mich an diesem geilen Anblick. Gerne hätte ich ihr noch.....

.....aber das muß warten. Meister Marquis ist redlich müde, stellt den Wecker ans Fußende und versinkt in einen tiefen, wilden Traum  voller Exzesse und Perversitäten, wie sie die Welt noch nicht sah ...

(c) Andrea Schneider ist Marquis de Satire und möchte vor der Weiterveröffentlichung ihrer Texte gerne gefragt werden.

 

 

 
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