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FetishEvolution Weekend im März 2005
Haben wir vor einiger Zeit noch begierig nach London geschaut, wenn es um Fetisch-Veranstaltungen der Superlative ging, hat der RubberBall nun ernsthafte Konkurrenz auf dem Kontinent bekommen.
Vom 25. Bis zum 28. März fand das für Fetischisten wohl schönste Osterwochenende seit langem statt, das FetishEvolution Weekend des von der gleichnamigen Party-Reihe bekannten Veranstalters Miguel. Das FetishEvolution Weekend präsentierte eine erstklassige Kombination aus stilvollen Events, spannenden Parties und einer Fetisch-Messe mit brillanten Künstlern und der ersten Garde der Latex-Schneider und Edelstahl-Coutouriers.
Die Events haben ganz nebenbei das Ruhrgebiet als Metropole vorgestellt und gezeigt, dass es hier gleich reihenweise hochwertige Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen gibt, die es mit den bekannten Locations von Hamburg bis Berlin aufnehmen können. Optimal war dabei das komplett mit Fetischisten ausgebuchte Mercure-Hotel in Essen als Dreh- und Angelpunkt der verschiedenen Events. Nur selten hat man die Möglichkeit, zu jeder Tageszeit zwanglos beim Kaffee plaudernde Menschen in den phantasievollsten Lack- und Latexoutfits bewundern zu können. Eine tolle Szenerie, völlig frei von den typischen Swinger-Club-Spannern und höchstens schamhaft bestaunt von den Hotelangestellten. Allein das Mercure war damit – neben der Fetish Expo – eine der seltenen Möglichkeiten, mit den Stars und Sternchen der Fetisch-Szene ins Gespräch zu kommen oder Bianca Beauchamp beim lustvollen Kauen eines Hamburgers zu beobachten.
Aber der Reihe nach: Begonnen hat die Event-Reihe am Freitagabend mit dem Nuit Bizarre Dinner und der anschließenden Party. Die Fabrica Italiana bot dafür eine herrliche mit dem Rossi-Club eine Kulisse, die fast schon etwas zu klein war für den Besucherandrang. Auffällig war hier, wie auch an den folgenden Veranstaltungen, die durchweg liebevolle und aufwendige Kleidung der Gäste, so daß die ganze Veranstaltung nicht nur (durch das hervorragende Buffett) ein Gaumen- sondern vor allem auch ein Augenschmaus war.
Die Atmosphäre war zwanglos und man konnte auch als Otto Normalbesucher ein paar Worte mit Steve English, dem Gründervater der Latex-Szene, oder Models wie Lexi Dark wechseln. Beigetragen hat auch die Musikauswahl, die wohltuend untermalend war und Unterhaltungen mit den Gästen problemlos ermöglichte – ein echter Pluspunkt für Menschen meiner Altersgruppe. Da verzeiht man auch gern den leichten Zeitverzug bis zum Partybeginn, denn bis zur letzten Minute wurden Krabben, Lachs, Nudeln und andere Leckereien nachgelegt. Alles in allem also ein gut besuchter und gut gelungener Auftakt des Wochenendes, dem selbst die Torpedierung durch die örtliche Presse, die teilweise falsche Termine veröffentlichte, nichts anhaben konnte. Für das nächste Jahr ist hier bereits eine Erweiterung auf weitere Räume der Fabrica Italiana angedacht.
Am Samstag folgte die von Marquis präsentierte Soirèe im Mercure Hotel, die durch zahlreiche prominente Gäste wie unter anderem Christophe Mourthé, Gernot Seiffert, Mistress Sandra, Rubber Eva, Emily Marilyn, Bianca Beauchamp und natürlich Bianca und Peter Czernich ebenso glänzte wie durch ein, wie aus verschiedenen Quellen zu hören war, leicht überfordertes Hotelpersonal. Der Stimmung war das allerdings wohl nicht abträglich, zumal am Samstag Abend auch noch die Church of Decadence-Party nach Düsseldorf ins Consum lockte.
Der Sonntag brachte dann das Party-Highlight in Gestalt der FetishEvolution im wie immer genialen Mudia Art in Essen. Die Hallen in ihrem Industrie-Ambiente waren schon kurz nach Partybeginn gut gefüllt. Dem Augenschein nach war diese Party besser besucht als jemals zuvor. Es sollen bereits im Vorverkauf mehr Karten weggegangen sein als bei der vorangegangenen Party insgesamt.
Ein Grund waren sicherlich die zahlreich vertretenen bekannten Models, die teilweise extra für die FetishEvolution aus den USA oder Großbritannien angereist waren. Entsprechend hochkarätig besetzt waren die Performances von Marquis, Libidex, HW Design und anderen. Besonderes Highlight dabei die Moderation von Paul Natan, der bereits auf der Nuit Bizarre durch seine Tanzeinlagen aufgefallen ist.
Am Sonntag und Montag gab es dazu noch in Ratingen im herrlich hellen und gut belüfteten House of Sports die Fetish Exposition auf rund 1.500 Quadratmetern, die darüber hinaus noch mit reichlich kostenfreien Parkplätzen glänzte. Hier gab es in Sachen Kunst und Mode nahezu alles, was das Fetisch-Herz begehrt. Für viele war das die Möglichkeit, die Macher und Ihre Produkte endlich einmal live kennenlernen zu können, denn von HW-Design aus Wien über Absolute Danny bis zu Demask, Rubber’s Finest oder Dark Garden war wirklich fast jeder präsent, der in der Latex-Landschaft Rang und Namen hat. Entsprechend waren wohl auch die Umsätze durch die Expo recht ansehnlich. Wir haben jedenfalls gestaunt, wie schnell sich bei dem ein oder anderen die Kleiderständer mit den Ausstellungsstücken leerten.
Wirklich spannend war es beispielsweise, sich bei Marquis auf den mit Latex bezogenen Sofas zu lümmeln und Pony-Schuhe anprobieren zu können. Wer es gern „industrieller“ mochte, konnte bei Stylefetish Fickmaschinen oder Stahlpranger und –Käfige bewundern oder Korsetts von AMF oder Dark Garden probieren. Harald Wilfer war mit seinen berühmten Strafkorsetts da und Demask mit der riesigen Auswahl, die es jetzt auch im neuen Shop in Dortmund gibt. Gerüchten zufolge soll auch eine Dependance in Hamburg geplant sein.
Lesestoff gab es bei den Schlagzeilen und restriktives in erstklassiger Qualität bei S-Art und der SM Factory. Mein persönliches Highlight waren die Korsetts von Haralds Wilfer und die phantastischen Masken von Rubber’s Finest, die es fertig gebracht haben, eine komplette Latex-Mundauskleidung vorzustellen. Damit hätte aber auch niemand gerechnet, daß diese Phantasien von Mike Vickers und Benson einmal Realität werden würden.
Geschickt angeordnet war die Kunstausstellung in der Mitte der Messefläche. Auch hier konnte man nur staunen: Ob Christoph Mourthé, Benson, Gernot Seiffert – alle waren nicht nur mit Ihren Bildern präsent, sondern auch problemlos ansprechbar.
Dem Veranstalter kann es zugeschrieben werden, daß dieser Großevent, der immerhin vier verschiedene Locations umfaßte, problemlos und wie am Schürchen ablief. Alles in allem also eine geniale Veranstaltungsreihe, die in dieser Region wirklich gefehlt hat und hoffentlich im nächsten Jahr ihre Fortsetzung findet.
(c) LS Bericht von Extensis


A-M-F Korsets www.amfkorsets.com
Rubbger’s Finest www.rubbers-finest.com
S-Art www.s-art.de
Blackrose www.blackrose.de
Style Fetish www.stylefetish.net
Dark Garden www.darkgarden.com
SM-Factory www.sm-factory.com
HW-Design www.hwdesign.at
Marquis www.marquis.de
Demask www.demask.com
Fetish Girls www.fetish-girls.de
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