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"Der Nächste bitte..." Ärztlicher Rat bei Lustschmerz


 

Die Katheterisierung der Harnblase

... ein Thema, das doch einige SM'er - Seelen beschäftigt, so daß es an dieser Stelle Erläuterung finden soll. Wissen solltet Ihr, daß mein Medizinerherz sich hier nicht von fleischlichen Gelüsten bestechen lassen wird, jedoch versucht, diese zu berücksichtigen. Ich erörtere ausnahmslos den natürlichen Zugangsweg: die Harnröhre.

Was macht den Reiz eines Katheters aus?
Hauptsächlich ist es wohl das Penetrationsgefühl, verbunden mit einem Dehnungsschmerz beim Einführen des Katheters in die Harnröhre. Weiters entsteht ein leicht brennender Schmerz, gefolgt von einem Kribbeln in der Beckengegend und dem ständigen Gefühl des Harndrangs. Aber wohl auch die Möglichkeit einen gewissen Schmerzreiz/ Dehnungsschmerz durch das Auffüllen der Blase zu erzeugen.
Diese Argumente verbunden mit dem Gefühl des ausgeliefert Seins und der Willkür des Agierenden zu unterliegen, muß das Katheterisieren wohl ausmachen.

Was benötigt man zum Legen eines Harnblasenkatheters?
1. Ein genußsüchtiges Opfer mit entsprechendem Operator
2. Einen Einmal- oder Verweilkatheter aus Gummi oder Kunststoff, somit weich oder halbstarr. Möchte man nur das Gefühl eines Katheters in der Harnröhre haben, kann man halbstarre Katheter aus Kunststoff verwenden. Hier gibt es blockbare und nichtblockbare.

Möchte man die Blase einem Dehnungsschmerz aussetzen, nehme man einen blockbaren Katheter, da sonst der Katheter wieder herausrutschen kann. Der Durchmesser eines Katheters wird in Charrière ( 1 Ch. = 1/3 mmm ) gemessen.

Die weibliche Harnröhre benötigt eine Länge von 8-25 cm. Die männliche ist etwas länger, hier werden schlappe von 40 cm Länge benötigt. Da davon auszugehen ist, daß die meisten Anwender über gesunde Röhren verfügen und zumeist nicht inkontinent sind, empfehle ich Katheterdurchmesser von 10-14 Ch. um den Urogenitaltrakt zu schonen.

3. Desinfektionsmittel bitte ohne Alkohol, nein nicht nur weil es so schön brennt, sonder weil Schleimhaut da doch sehr empfindlich mit Überreaktionen reagieren könnte. Günstig wäre hier zum Beispiel Betaisodona Lösung.

4. Sterile Einmalhandschuhe können/sollten verwendet werden. Wer sicher im Umgang mit sauberem Arbeiten ist, kann evtl. darauf verzichten. Auf einfache puderfreie Einmalhandschuhe aus der Apotheke sollte jedoch nicht verzichtet werden.

5. Gleitgel sollte auch hier nicht fehlen, vor allem bei Ungeübten. Die für diesen Zweck erhältlichen Mittel sind manchmal mit einem Lokalanästhetikum (lokales Betäubungsmittel) versetzt , zum Beispiel Instilagel und selbstverständlich steril. Es gibt auch einfache sterile Gleitgele.

6. Sterile Einmalspritze 10 ml Fassungsvermögen werden benötigt um blockbare Katheter zu blocken, sowie Blasenspritzen mit einem Fassungsvermögen von 250 ml, um die Blase aufzufüllen. Zum Füllen der Blase selbst nimmt man sterile isotonische Kochsalzlösung.

Wie wird ein Blasenkatheter gelegt?
Vorab eine Bitte: solltet Ihr in Eurem Bekanntenkreis eine Krankenschwester oder -Bruder Euer Eigen nennen, dann fragt doch mal vorsichtig an, ob denn nicht die Möglichkeit einer Vorführstunde gegeben sein könnte. Euch bringt es Sicherheit, mir einen ruhigeren Schlaf. :)

Beginnen wir mit den Frauen, bei welchen sich das Legen des Katheters einfacher darstellt, da der Verlauf der Harnröhre gerade ist. Allerdings ist es bei ihnen schwieriger den Eingang zu finden, da hier anatomische Normvarianten dem "Onkel Doktor" einen Streich spielen können. Aber nach einer sorgfältig beobachteten Pinkelpause sollte dies nicht mehr schwerfallen.

Die Katheterspitze vorsichtig parallel zum Verlauf der Vagina einführen. Stößt man auf Widerstand, verändert man vorsichtig um einige Millimeter die Richtung. Erst wenn Urin fließt, liegt man in der Blase. Dazu muß man ca. eine Strecke von 7-8 cm überwinden. Erst dann wird ein Katheter geblockt, nie früher!!! Geblockt wird ein Katheter, indem man mit Hilfe einer Spritze in die Öffnung der Schnur am Katheter steriles Wasser drückt. Dadurch "bläst" sich leicht eine Art Ballon auf, so daß der Katheder nicht herausrutschen kann.

Bei Männern ist das Legen eines Katheters schon schwieriger, da der Harnleiter S-förmiger verläuft. Am Besten, man nimmt die Penisspitze zwischen die Fingerspitzen von Daumen und Zeigefinger der linken Hand (bei Rechtshänder), stelle ihn, falls "klein Hugo" liegt, aufrecht, also mit Spitze zur Decke und führe den Katheter etwa 5-7 cm ein. Dann stößt man auf Widerstand. Jetzt den gesamten Penis umlegen, so daß die Spitze zu den Füße zeigt. Nun den Katheter vorsichtig weiter vorschieben. Hier gilt ebenfalls, man liegt richtig, wenn der gelbe Saft am fließen ist. Erst dann wird auch hier geblockt.

Was sollte beim Legen beachtet werden und warum?
-> Grundsätzlich laßt Euch darauf hinweisen, daß jedes Verlegen eines Katheters, ob mit oder ohne Gleitgel immer zu feinsten Verletzungen/ Läsionen in der Wand der Harnröhre führt.
Somit wird mit jedem erneuten Genuß die Chance auf das Entstehen einer Striktur, und somit eine Verengung der Harnröhre gesichert. Das bedeutet zwangsläufig, daß der Katheterisierte früher oder später unters Messer muß, was das Konto des Arztes seines Vertrauens nie rot werden läßt. Er wird es Euch danken.

-> Arbeitet sauber. Desinfiziert die Hände, den Harnröhreneingang und sein Umfeld, da in der Harnblase Sterilität herrscht. Verschleppt man durch Unachtsamkeit und unsauberes Arbeiten Keime/Erreger in die Blase, ist der Weg bis in die Niere nicht mehr weit. Dieses kann dann zu einer Harnblasenentzündung führen, die durchaus in eine nicht ganz ungefährliche Entzündung der Nieren münden kann. Also bemüht Euch bitte keimarm zu "doktern". Deshalb auch:

-> Verwendet nur sterile Utensilien, zumindest vom Werk sauber verpackte Utensilien.

-> Nehmt Gleitgel um die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung in der Hanrröhren-wand gering zu halten, da dies unter Umständen zu sogenannten Strikturen (Verengung der Harnröhre durch narbige Veränderungen nach Verletzungen) führen kann, welche dann das Urinieren behindern und meist nur unter aufwendigen operativen Maßnahmen beseitigt werden können.

-> Berücksichtigt anatomische Unterschiede, um Verletzungen der Schleimhaut, inklusive ungewollte Piercinglöcher auszuschließen.

-> der Katheter darf niemals geblockt werden, wenn nicht mindestens einige Tropfen Urin sichtbar werden. (Auch eine leere Harnblase 'tröpfelt' munter vor sich hin...) Dies gibt Euch die wichtige Sicherheit, die Harnblase auch wirklich erreicht zu haben und nicht in einem möglichen "Nebenkanal" gelandet zu sein, was sehr gefährliche Folgen hätte!

-> Beim Entfernen des Katheters unbedingt zuerst den "Ballon" ablassen, damit der Harnleiter nicht einreißen kann.

-> Beachtet, daß eine gesunde Blase in der Regel ein Fassungsvermögen von etwa 300 bis 500 ml hat. Ab etwa einem Blaseninhalt von 350 ml wird der Harndrang ausgelöst. Willkürlich kann jedoch die doppelte Menge zurückgehalten werden.

Ein Mehr an Füllungsvolumen kann zu Rupturen (Reißen) der Blasenwand führen, was Euch sicher noch eine adrenalinreiche Nacht in einem Krankenhaus Eurer Wahl bescheren wird .

Aber wo bekommt Ihr nun die "Zutaten" her?
Nun, in einschlägigen Fetischläden wird Herr und Frau Doktor sicher zufrieden gestellt werden. Mit Sicherheit kann man die Utensilien auch im Internet bestellen. Selbstverständlich erhält man Kathetersets in Apotheken, jedoch kaum ohne Rezept.

Beste Grüße, Anne Meißner (Ärztin)

Für Unfälle bei Durchführung von Praktiken, die hier Erläuterung finden, wird keine Haftung übernommen.

 

 
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