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Mein kleiner Weiberfetisch


Na Mädels, mal von Frau zu Frau und frisch aus dem Nähkästchen geplaudert, - wie ist das denn mit "Weiberfetischen"? Haben wir welche oder fällt das "Verfallen an besondere Reize" doch ausschließlich ins männliche Jagdrevier?

Glaubt man der wissenschaftlichen Instanz, dann darf sich nur Fetischist nennen, "wer spezielle Dinge losgelöst von menschlichen Beziehungen erotisieren kann", und das ist so gar nicht nett gemeint, sondern verteufelt in bekannter Manier verständnislos fremde Andersartigkeit.

Also bin ich zunächst sicher keine Fetischistin, da die schärfste Lederhaut an meinen Sensoren abprallt, wenn sie einen ungepflegten, widerlichen Dummdom kleidet. Aber es gibt sie doch, die kleinen und großen Reize, die sich direkt auf meinen Intim-Flüssigkeitshaushalt auswirken!

Teilweise erliege ich darin ähnlich wie die Herren der Schöpfung einer Vielzahl banaler Klischees, was meiner Lust nicht den geringsten Abbruch tut.

Vielleicht versteht ja die eine oder andere Frau was ich mit meinem kleinen "Börsenfetisch" meine, also an gutgeschnittene, lockere Anzüge denke... teure Marken, männlich getragen, keinesfalls die zu kurz geratene Vertretervariante, - alternativ dazu hochgeschlagene Hemdärmel, mit Weste und edlem Seidenrücken ... ein Augenschmaus. Und ebenso wie Leder ein Machtattribut. Souveräne Verpackung eines Kerls der etwas zu sagen hat, und ebenso leicht Mogelpackung, wenn der Inhalt dann eben doch nicht stimmt.

Eine Vielzahl meiner Sensoren erreicht Leder, das den optischen Kick noch durch Wärme und Kühle erweitert. Ja, ich bin eine Klischeefetischistenschlampe, wenn es darum geht nackt den geliebten komplettgekleideten Quälgeist in kragenhoch-geschlagener Lederjacke zu umarmen. Riecht gut, schmeckt gut, fühlt gut, ist gut. Billig, was? :)

Ganz nebenbei Fetisch mit "Musik", wenn sich bei verbundenen Augen leises Lederknirschen durch den Gehörgang langsam Richtung Unterleib schlängelt.

Uniformen! Fragt mich nicht warum, Einheitstracht männlicher gruppen-dynamischer Hirarchien bringt mich zum Schmelzen und manchmal wünsche ich mir, Papa Staat würde meinen Lieblingsbullen in einer modebewussteren Kleiderkammer ausstatten. Die französische Motorrad Polizei wäre ein nettes Vorbild. Schwarz statt grünbeige und kniehohe Stiefel statt Beamtenhalbschuh ... ja das würde ihm und mir gefallen. Bis dahin begnüge ich mich mit dem seltenen Genuß hübscher Luft- und Wasser- Ausgehuniformen a´ la Richard Gere und nässe leise vor mich hin.

Völlig kalt lassen mich dagegen Verhörspiele und dazugehörige SS-Attribute. Ich will sie niemandem verteufeln, aber aus mir macht Goebbels eine Wüste Gobi, also Erotikfaktor null und da bin ich nicht böse drum.

Allerdings... ja ich gestehe: die klischeebehaftete SM Romantikerin träumt von Messers Klinge und Magnums Colt, die stahlhart, metallen und gefährlich über ihren Körper streichen. Klar, political uncorrect, aber elektrisierend bis zu den Haarspitzen. Eben ein geiles Angstspiel von Bewegungslosigkeit und Flachatmung. Da ist es egal, daß die Knarre nicht (wirklich nicht ?? ;-) geladen ist und das Messer schon beim Tomatenschneiden versagt.

Und kommt mir jetzt nicht mit dem Leid realer Vergewaltigungen, ich liebe es sie nachspielen zu dürfen und verspreche, ich kenne den Unterschied nur allzu gut. Also Kopfkick und Wiedererleben unter anderen Vorzeichen, Aktion, nicht nur Reaktion. Und geile, wunderbare Bilder die durch meine Träume toben.

Ja, es sind fremde Macht und eigene Ohnmacht, die mich fliegen lassen und mehr als in allen gegenständlichen Attributen suche ich sie an menschlichen Körpern. In Männergesichtern, lieber "verlebt" als zu glatt, in Augen die den Blick halten, Stimmen die nicht ins Wanken geraten wenn ich meine Grenzen teste... Das Weibchen in mir liebt Kerle mit Schutzfaktor 10, die hinlangen können und dies wenn nötig auch tun. Sie riechen nach Adrenalin, nach Männerschweiß und "Old Spice", sie haben breite Rücken und schmale Hüften, besitzen Oberarme an deren pochenden Muskel ich mich beim Ficken festsaugen möchte.

Wen wundert nun noch, daß ich die Lende - als das beste Stück vom Schwein begehre ? Zwei V-Stränge, die ich mit der Zunge nachfahren, belecken, vergöttern möchte und die in einem markanten, großen, stehfreudigen Schwanz münden? Nein sorry ..., das ist nicht Fetischistentraum, sondern Pflichtprogramm. Es gibt viel was Andreas Traumschublade genügt, mein Schwanzfetisch gehört in die Realität, der muß sein, da bin ich eigen.

Glaubt mir jetzt noch jemand , daß mir bei all diesen Bildern der größte Reiz die Hingabe eines "harten" Mannes ist? Ich zerfließe, wenn mich Hände die ernsthaft verletzen könnten, zärtlich berühren.

Zu wissen, daß die Stärke die mich quält, liebevoll zurückgenommen, auf minimale Kraft dosiert meine Grenzen liebt, - das ist wohl das Geheimnis meines kitschigen Kicks. Der Ursprung all meiner fetischistischen Wünsche die in Bad Guys Muskelspiel gründen, sehnigen Körper verlangen, Klischeebilder zaubern, mich gierig machen.

Klar, fast jeder Mann wäre mir kräftemäßig überlegen, aber es genügt nicht dies zu wissen. Ich muß seine Überlegenheit spüren, sehen, riechen, schmecken, berühren, ersehnen können. Hier liegt das Weibchen vergraben, das erhitzt durch diese Bilder, hingebungsvoll Wärme an Mann zurückstrahlen kann.

Und es schaut eben zu gern hin, knipst Kopffotos von pulsierenden Körper-ausschnitten, leckt angespannte Bauchmuskeln, krallt sich in starke, harte Schultern und maunzt begehrlich, ob des festen Griffes, der ganz langsam zärtlich und beschützend wird.

Teufel ja, mein Kerl muß von auffälligen Venen durchzogene Unterarme besitzen, - ich will sie pochen sehen, bevor sie mich umarmen, ihre Bahnen mit meinen Fingerspitzen nachziehen, mich satt sehen - nein hungrig, und mich dann, erst dann ergeben.

Nein, meine Bilder sind nicht losgelöst von menschlichen Persönlichkeiten und Beziehungen. Eine Uniform ohne Inhalt landet im Altkleidercontainer und der Spaßfaktor großer Schwänze mit Batteriebetrieb mag im lustigen Sahneschlagen liegen.

Ich giere im Büro keinem Kollegen hinterher und verabscheue schweiß- geschwängerte Bodybuildingstudios samt ihrer Abokunden.

Also keine kleine Fetischistin?

Pah!

Mit lüsternen Grüßen und gespannt auf Eure kleinen "Kopfteufel",

Andrea

 

 

 
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