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LustSchmerz Story

"Nachtgestalten": eine Kurzgeschichte von Liljana

Dunkelheit, nur die Sterne und der Mond, die durch das matte Fenstern leuchten. Der alte Tag stirbt und ein neuer wird in ihn hinein geboren. Du liegst neben mir, ich spüre deine Wärme, deine Präsenz. Sacht drückst du dich gegen meinen nackten Leib. Die Kleidung die du trägst, sie ist wunderschön. Ich spüre eine Hand zärtlich über meinen Bauch streicheln, öffne die Augen. Es ist nicht die deinige.

Du liebst dieses Spiel, ich sehe es an deinem Grinsen, es ist sadistisch und herablassend. Doch deine Stimme ist ruhig und liebevoll, spricht in diesem herrlich heiseren dunklem Ton zu mir. Du weißt wie sehr mich deine Worte reizen. Es macht mich wahnsinnig dir so nahe zu sein und dich doch nicht haben zu können.

Wieder schließe ich die Augen, beginne wie jedes Mal aus Trotz die Hand, meine eigene Hand, von meinem Bauch herunter zu nehmen und meinen Busen zu streicheln. Ein leiser Seufzer, nicht von dir, du bist bereits vergessen.

Ich sehe Bilder, lasse mich fallen, doch du schleichst dich zurück in die Gedanken, bewegst dich leicht, flüsterst ich solle die Hand tiefer heruntergleiten lassen. Jedes Mal nehme ich mir vor dir nicht zu gehorchen, dir nicht zu zeigen was du sehen willst. Jeder Mal, verliere ich auf neue.

Meine Hand schwebt an mir herab, auf dem Rücken liegend öffne ich meine Beine, so wie du es mir zugeflüstert hast. Noch höre ich dich nur, und das hat dir gereicht, du weißt welche Reaktion deine Stimme auf mich hat. Sie jagt mir wohlige Schauer über den Rücken, benebelt mich. Doch es ist dir nicht genug.

Denke ich wirklich an dich? Oder habe ich eine andere Person vor Augen, die nur deine Stimme hat? Ich soll die Augen öffnen, dich anblicken. Was siehst du? Endlose Tiefe, ich verzehre mich nach dir, kann dich nicht fixieren und versuche es dennoch. Du nimmst meine Hand, führst sie mir zwischen die Beine und lächelst sanft.

Hol dir die Erlösung, deine Worte. Mein Körper zittert, du spürst die Spannung. Ich wimmere leise, unfähig ein Wort zu sagen, doch du kennst die Bedeutung. Es ist schwer für mich, hilf mir.

Du siehst das Flehen, grinst sadistisch. Nein, mein Engel, das musst du schon alleine machen, höre ich dich amüsiert sprechen. Ich will mich zu dir drehen, meine Arme um dich legen. Doch ich weiß ich darf es nicht. Ich will betteln, dich anflehen mich zu nehmen. Wenn ich ein Wort sagen, wirst du mich eine Ewigkeit nicht mehr berühren.

Es dauert eine kurze Zeit, du erfreust dich an meiner Qual und meinem Stöhnen, und ich sacke zusammen, liege schwer atmend neben dir. Ich habe dich die ganze Zeit angesehen, du weißt, das ist schwer für mich. Ich habe deine Stimme ertragen, danke dass du mir geholfen hast. Du ziehst mich in deine Arme und sagst du liebst mich, seist stolz auf mich.

Ich schließe die Augen, leichter Schlaf überkommt mich. Eine Bewegung, du bleibst nie lange bei mir, lässt mir Zeit nachzudenken, doch ich weiß du kommst wieder und wenn ich erwache, liege ich bei dir und bekomme die Belohnung. Ein freches Lächeln, zum Glück siehst du es nicht mehr.

(c) Liljana

 

 

 
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