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Am Sonntag, dem 7. Dezember 2003, wählte Deutschlands personell und flächenmäßig größter SM-Verein einen neuen Vorstand. Dem vorausgegangen war ein hartes Jahr.
Die amtierenden Vorständler hatten nicht nur mit einer desolaten Finanzlage zu kämpfen, auch zunehmende Kommunikationsprobleme führten zu steigender Unzufriedenheit vieler leistungstragender Mitglieder. Obwohl der Vorstand die Finanzprobleme hervorragend lösen konnte, überzeugten die in Aussicht gestellten Zukunftspläne die Mitgliederversammlung nicht zur Gänze.
Mit knapper Mehrheit wurde ein neues Team gewählt, das sich in den letzen Wochen vor der Mitgliederversammlung formiert und inhaltlich positioniert hatte. Der neu gewählte Vorstand setzt sich aus langjährigen, engagierten Mitgliedern zusammen, die aus allen Ecken des Rhein-Ruhr Raumes stammen.
Der alte Vorstand trat nach der Wahl geschlossen aus dem Verein aus. Einige von Ihnen begründeten diesen Schritt so: „Die neuen Vorständler alle ebenfalls BVSM-Mitglieder und wir wollen den BVSM nicht über die Hintertür durch unsere SMart-Beiträge unterstützen.“
Der Hintergrund: Die Gründung der BVSM im Sommer 2003 rüttelte den Verein ideologisch ordentlich durch. Befürchtungen von Unterwanderung und Interessenskonflikten wurden laut und ließen sich nicht ausräumen.
Betty vom neuen Vorstand dazu: “Wir sind auch Mitglieder beim BVSM, weil wir finden, dass die Idee des Verbandes, als Service für die vielen SM-Gruppen Deutschlands zu funktionieren, eine gute Sache ist. Wir haben dort allerdings keine Ämter und engagieren uns auch nicht. Unsere Liebe und unser Engagement gehören voll und ganz SMart.“ Betty sieht ihre Aufgabe im neuen Vorstand in der Förderung der internen produktiven Kommunikation mit der deutlichen Betonung auf dem Spaß an der Arbeit.
Felixxx möchte im Verein vor allem Mut machen: Mut zum Experiment und zu neuen Ansätzen in der Vereinsarbeit, sowohl im Binnenraum der Gruppen als auch in der Öffentlichkeitsarbeit."
Kai liegt die Verankerung von SMart Rhein-Ruhr in der Gesellschaft am Herzen. Je mehr Gruppen und Personen SMart als seriöse und kompetente Organisation kennen, desto schwieriger werden Angriffe aller Art.
Sven sagt dazu: „Mein persönliches Anliegen ist die Satzungsreform, mit der die Eintrittsschwelle für Mitglieder niedriger gelegt und ein modernerer Verein geschaffen werden soll.“
UliS wurde als Kassenwart gewählt und versteht sich als Planer und Controller der immer noch nicht ganz ausgeglichenen Finanzlage. Insgesamt verspricht der neue Vorstand, dass sich an den bewährten Angeboten des Vereins nichts ändern wird.
Kai: „Weiterhin wird es Gesprächsgruppen, Infoangebote und natürlich unsere kultigen Parties geben. Auch das SMart-Info wird selbstverständlich in bewährter Qualität weiterproduziert.“ Die Arbeit von ArtSMagic, der SMart-Kulturgruppe, die schon seit gut einem Jahr deutliche Zeichen setzt (nach außen ist besonderes durch den SMart-Kalender 2003 und die aktuelle Postkartenaktion) soll weiter intensiviert werden. Aktive Mitgliederwerbung und offensive Informationspolitik wird durch Überarbeitung und Neudruck der etwas angestaubten Infobroschüren angestrebt.
„Alte Zöpfe werden wir da abschneiden, wo das inquisitorische Aufnahmeverfahren für Neumitglieder einfach überholt und lächerlich geworden ist. Eine neue Satzung ist bereits in Vorbereitung.“ sagte Sven, „Soviel Verwaltung wie nötig, so wenig Bürokratie wie möglich.“
Insgesamt versteht sich der neue Vorstand als politische und organisatorische Führung, der Angebote aus den Reihen der Mitglieder aufgreifen, unterstützen und koordinieren wird. Denn viele Aufgaben warten noch: eine ganze Region mit 15 Gruppen zwischen Münster, Dortmund und Bonn will effektiver betreut sein. Eine Öffentlichkeitsarbeit, die weiterhin auf eine sadomasochismusfreundliche Berichterstattung in den Medien zielt, soll geleistet werden. Kontakte zu Wissenschaftlern, die sich mit Sadomasochismus beschäftigen, sollen geknüpft und intensiviert werden. SMart, ein Verein für und von Sadomasochisten, hat einen weiteren wichtigen zukunftsweisenden Schritt getan! Wir dürfen gespannt sein!
(c) swl Meldung vom 18.12.03
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