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ein Beitrag von Tannhäuser
Unmöglich ist es nicht... aber nur selten gelingt es. Wenn es gelingt, bleibt eine tiefe emotionale Verbundenheit in beider Herzen bestehen. Wenn nicht, ist das Ende final und jeder muss damit alleine fertig werden. Das ist bitter und wirft die Frage auf: Warum konnte das letzte Kapitel nicht SSC sein?
Das Ende ist wie der Anfang, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Dazwischen liegt eine Geschichte, deren letztes Kapitel doch so viel über die vorangegangenen aussagt. Persönliche und gemeinsame Defizite potenzieren sich jetzt, prägen den Umgang mit dem Abschied. Im Finale werden alle Missklänge molto forte hörbar und Missstände treten in geschlossener Formation auf die Bühne.
Das Ende ist SSC, wenn die Beziehung in ihrer Gänze SSC lief und nicht nur dort, wo die Peitsche Subbys Fleisch küsste. Wenn nicht, war der gemeinsame Weg in entscheidenden, die Beziehung festigenden Punkten nicht safe, sane & consensual. Am Ende fliegen einem die Brocken um die Ohren und ich frage mich: Warum?!! Warum diese Ohrfeige? Was hat nicht gestimmt? Warum die Zurückweisung und der Vertrauensentzug? Ich hab doch..., ich war doch..., ich wollte doch... du hast doch..., du warst doch..., du wolltest doch... und jetzt? Unfassbar stehe ich vor dem "nichts geht mehr", begreife nicht..., verblute...
Liegt nicht schon im Anfang etwas vom Ende?
Wenn keiner die Lügen sieht, die Fallgruben, die unsichtbaren Grenzen. Bei sich und beim anderen? Nicht sehen wollte oder einfach nicht erkennen konnte? In der Sehnsucht nach Nähe und Erfüllung der SMigen Leidenschaft geht der Sicherheitsabstand schnell gegen Null.
Da ist es schon unsafe, das erste S wird unbemerkt angenagt und fällt wie ein Dominostein auf das Sane. Gefahren liegen nicht mehr im Sichtfeld. Liebe und Lust wachsen rasend schnell, schreien nach Erfüllung und versperren zugleich den Blick auf sekundär Erscheinendes, auf Störendes, das so unbeobachtet in aller Ruhe ein Minenfeld scharf macht. Nichts scheint unmöglich... Vom Glück getragen, öffne ich der Liebsten alle Türen. Aber das Glück ist trügerisch. Es vernebelt die Vernunft. Für einen Moment mag es funktionieren, aber jedes Paradies hat auf der Rückseite seinen Dornenwald.
Ehe man sich versieht, befinden sich beide auf einer schiefen Ebene, rutschen in unterschiedliche Richtungen ab. Und jetzt wird es unelegant. Ich verliere meine Achse, der Tanz gerät aus dem Takt... Die Bedrohung des Glücks, der Beziehung ruft Verlustängste hervor. Verlust von Nähe, Liebe, Geborgenheit und dem passenden Pendant zu Herrn Doms Leidenschaften, welches doch so selten zu finden ist. Die Stopps kommen zu spät. Rettungsversuche werden zum Spagat zwischen eigenen und gemeinsamen Bedürfnissen. Spätestens da ist es nicht mehr consensual!
Nicht für mich, nicht für sie. Ich stehe vor Grenzen, wo vorher keine waren. Bin frustriert, weil ich hilflos mit ansehen muss, wie das geliebte Wesen sich entfernt, Verbindendes kappt, mich kraftlos und formal gedemütigt zurücklässt...
Die kniende Göttin hat ihren Platz in meinem Leben verlassen..., gnadenlose Konsequenz eines stummen Safewords als Schlussakkord.
Es brauchte einen langen Weg um zu verstehen, aufzuräumen, Türen zu schließen und zu begreifen, warum das Ende keine Trennung à la SSC sein konnte. Und diese Erkenntnis gehört mir genau so zu der Geschichte wie die innigen Momente der Liebe und Leidenschaft, die mein Herz hinter der Narbe lächeln lassen.
© Tannhäuser
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