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Überrascht!
Eine Erzählung von Armin A. Alexander
Es dämmerte bereits. Der Lichthof der Schreibtischlampe warf eine kreisrunde Insel ins Halbdunkel des Zimmers. Er sah auf die Uhr. Noch mindestens zwei Stunden bis sie nach Hause kommen würde. Sie hatte ein wichtiges Geschäftsessen und das konnte sich hinziehen, wie er aus Erfahrung wußte.
Seit sie vor über einem Jahr die Karriereleiter um einige Stufen hinaufgefallen war, was sie selbst am meisten überrascht hatte, kam sie immer spät nach Hause. Früher hatte sie auch nicht gerade wenig um die Ohren gehabt, aber länger als halb acht war es nie geworden. Jetzt war neun, halb zehn, ja sogar noch später keine Seltenheit mehr.
Er arbeitete jetzt selbst länger. Vor allem um sich die Wartezeit zu verkürzen. Weil er seine Übersetzungen zu Hause machen konnte, war er natürlich flexibel in seiner Zeitplanung.
Anfangs hatte es ihn nicht sonderlich gestört. In ihrer Beziehung hatte sich nicht viel geändert. Aber dann hatte die Mehrbelastung doch ihre Spuren hinterlassen. Kaum war sie zu Hause, hatte etwas gegessen – er kochte jetzt fast ausschließlich – und sich anschließend, um zu entspannen, gemütlich auf der breiten Couch an ihn gekuschelt, dauerte es nicht lange bis sie erschöpft einschlief.
Daß auch ihr Liebesleben in Mitleidenschaft gezogen wurde, war nur natürlich. Nicht daß sie sich früher täglich geliebt hatten, aber keiner von beiden hatte einen Grund zum Klagen gehabt. Nachdem sie abends zwei, dreimal während seiner Liebkosungen beinahe eingeschlafen wäre, hatten sie sich entschlossen, sich auf die Wochenenden zu beschränken, doch schien insgesamt die erotische Leidenschaft aus ihrer Beziehung gewichen zu sein. Hing das wirklich nur mit ihrer beruflichen Mehrbelastung zusammen oder war das nach über sieben gemeinsamen Jahren einfach unvermeidlich? Sie litt fast mehr darunter als er, denn sie hatte gerne Sex. Sie wäre gerne wie früher auch unter der Woche zu ihrem Recht gekommen.
Anfangs hatte er noch geglaubt, daß sich das einspielen würde, daß es ihnen nichts ausmachte, sich auf die Wochenenden zu beschränken. Aber dann bemerkte er, daß seine Libido da einen anderen Standpunkt vertrat. Je mehr er an sie dachte, je länger sie ihn tagsüber allein ließ, desto größer wurde das Verlangen nach dieser Frau, die immer noch seine große Liebe war und für die er sehr viel tun würde.
Er betrachtete oft stundenlang ihr Photo auf seinem Schreibtisch. Schaute in ihr fröhlich lächelndes hübsches von langen braunen Locken umrahmtes Gesicht. Fuhr mit den Fingern über ihre vollen Lippen und bedauerte, daß er nur ihr Photo streicheln konnte.
Dieses Photo bildete bald auch seine Masturbationsvorlage. Bilder der Erinnerung an gemeinsame, scheinbar lange zurückliegende Liebesakte, mitunter bis zur körperlichen Erschöpfung getrieben, mischten sich darunter. Immer häufiger roch er beim Zusammensuchen der Wäsche für die Waschmaschine an ihren getragenen Dessous. Vergrub bald nicht nur die Nase beim Masturbieren darin, sondern umwickelte seinen Penis damit und ejakulierte hinein. Schamhaft, als hätte er einen Frevel begangen, wusch er sie dann schnellstens im kalten Wasser aus, damit ja nur nichts zurückblieb.
Mit der Zeit begann ihn alles, was ihr gehörte, was sie am Körper getragen hatte, zu erregen, Teil seiner Masturbationsrituale zu werden. Es war fast unvermeidlich, daß er schließlich bei ihren Schuhen landete. Sie hatte eine Vorliebe für hochhackige Schuhe und echte Nahtnylons. Ihr Fetisch, wie selbst mehr scherz- denn ernsthaft sagte. Über sechzig Paare ausnahmslos elegante hochhackige Schuhe sprachen halt für sich. Zudem war es nicht von der Hand zu weisen, daß beides ein nicht unbeträchtliches erotisches Stimulans für sie war, hatte sie sie doch immer gerne mal beim gemeinsamen Liebesspiel getragen.
Selbstredend fanden ihre häufig getragenen Schuhe, die deutliche Abdrücke ihrer Zehen in den Einlagen zeigten, die nach Leder und ihr dufteten, seine besondere Aufmerksamkeit. Zuerst hatte er nur daran gerochen und sich dabei gestreichelt. Seit einiger Zeit schob er immer wieder einen Schuh über seinen Penis und kam nicht selten darin. Anschließend putzte er sie sorgfältig aus und stellte sie ordentlich zurück. Schließlich würde sie nicht sonderlich begeistert sein, wenn sie es bemerkte.
Er fuhr den Computer mit einem tiefen Seufzen hinunter und stand auf.
Ziellos streifte er durch die Wohnung, führte ihn sein Weg ins Schlafzimmer, zum leeren, frischgemachten Bett. Er seufzte erneut. Wie gerne würde er jetzt mit ihr dort liegen. Aber wenn sie da wäre, dann würde sie sich nur erschöpft aufs Bett fallen lassen und sicherlich wieder sofort einschlafen.
Sein Blick fiel auf ein Paar ihrer Schuhe, schwarz mit fast turmhohen Absatz, die scheinbar achtlos auf dem Boden vor ihrem Nachttisch lagen, als hätte sie sie dort vergessen. Das Leder war sehr weich und trotz der Pflege, die sie allen ihren Schuhen zukommen ließ, war ihnen anzusehen, daß sie sehr häufig getragen worden waren.
Ohne großartig nachzudenken hob er sie auf und roch daran. Er sog den Geruch von Schuhleder und eingetrocknetem Fußschweiß mit geschlossenen Augen tief in sich ein und sofort tauchten wunderbare sinnliche Bilder vor seinem inneren Auge auf.
Nur wenig später saß er nackt auf der Bettkante, den rechten Schuh über seinen Steifen. In seiner Phantasie war es aber nicht bloß ihr Schuh, sondern sie kniete vor ihm und massierte ihn, lediglich mit langen schwarzen Lederhandschuhen und jenen Schuhen bekleidet, die ihre ohnehin schönen langen Beine noch länger erscheinen ließen.
Er hatte die Augen geschlossen und die inneren Bilder wurden immer lebendiger, entwickelten ihr Eigenleben. Er spürte, daß er nicht mehr lange brauchen würde, bis er kam und ihn dann die rauhe Wirklichkeit ohne ihre Gegenwart wieder einholen würde; da wurde er brutal aus seiner Selbstversunkenheit gerissen
„Ich hätte mir nie vorgestellt, daß du so eine perverse Sau sein kannst!“ erscholl ihre Stimme so scharf, wie er sie noch nie zuvor gehört hatte.
Er glaubte zuerst, sein Herz müsse stehenbleiben. Er war unfähig sich zu bewegen. Er wußte nur, daß er bei etwas absolut Ungehörigem ertappt worden war, etwas, das sie nie hätte erfahren dürfen. Er konnte nur die Augen aufreißen und in die Richtung schauen, aus der die ihm nur allzu vertraute Stimme kam.
Sie stand im Türrahmen, die Arme in die Hüften gestemmt und in ihrer wütenden Verachtung schöner denn je. Daß sie in ihrem engen kurzen weißen Lederrock, der hellen Bluse, den schwarzen Nahtstrümpfen, den schwarzen hochhackigen Schuhen und ihrem perfekten Make-up wie immer unglaublich sexy wirkte, nahm er gar nicht mehr wirklich wahr. So wütend und zugleich so schön, hatte er sie noch nie erlebt.
Wie lange konnte sie schon dort gestanden haben? Warum hatte er sie nicht kommen gehört? Warum war es nicht einfach ein Alptraum, den er hatte, weil er während des Wartens auf sie eingeschlafen war? Und warum war sie früher zurückgekommen? Sein sehnlichster Wunsch hatte sich erfüllt und doch wäre ihm im Augenblick alles andere lieber gewesen.
Es war ihm unmöglich, sich zu verteidigen. So sehr er sich auch bemühte, er bekam nichts heraus, aus Angst, aber auch weil ihm nichts zu seiner Rechtfertigung einfiel. Er stand ganz unter ihrem Bann. Er konnte nicht einmal vor Furcht zittern, obwohl ihm innerlich danach war. Er saß einfach nur wie versteinert da. Bemerkte dadurch nicht das Blitzen in ihren Augen, das leichte Beben ihrer Unterlippe, dessen Ursache kaum Wut sein konnte.
„Daß du wichst, weil du es von mir offenkundig nicht mehr oft genug kriegst, stört mich weniger. Es ist mir lieber, als wenn du es statt dessen mit anderen notgeilen Weibern treibst“, sie machte einen großen entschlossenen Schritt auf ihn zu, riß ihm den Schuh, in den er fast gekommen wäre, barsch aus der Hand und nahm den anderen ebenfalls an sich. „Nur daß du mir dabei die Schuhe vollwichst, gefällt mir absolut nicht! Wie lange machst du es schon so? Wie viele meiner Schuhe hast du schon vollgewichst, du alte, perverse Sau?“
Ihre Stimme wurde noch ein wenig schärfer und er noch ein wenig schuldbewußter und ängstlicher und folglich schweigsamer, insofern da noch eine Steigerung möglich zu sein schien. Er sah sie nur wie ein geprügelter Hund von unten her an und fand den Wunsch, daß sich die Erde auftun möge und ihn verschlingen, gar nicht abwegig und albern, sondern absolut erstrebenswert. Dabei bekam er nur am Rande mit, daß sie die eher flachen Schuhe, die sie fürs Büro getragen hatte, abstreifte und in die, in die er ejakulieren wollte, schlüpfte. Durch deren höhere Absätze wirkte sie noch ein wenig furchteinflößender auf ihn.
„Ungeschoren kommst du mir jedenfalls nicht davon“, drohte sie ihm, während sie scheinbar beiläufig die Bluse bis zum Nabel aufknöpfte.
Er sah ihren schwarzseidenen BH, der ihre schönen vollen weichen Brüste zärtlich umgab. Sie beugte sich vor, gewährte ihm dabei einen Einblick, der ihm in anderer Lage als einer der schönsten erschienen wäre, umfaßte sein Kinn mit festem Griff, so daß es ein wenig schmerzte – sie besaß ganz schön Kraft, davon hatte er sich bereits bei verschiedenen Gelegenheiten überzeugen können –, und sagte ihm eindringlich, sich jedes Wort auf der Zunge zergehen lassend, wobei er ihren leicht nach Zwiebeln riechenden Atem im Gesicht spürte:
„Und jetzt leckst du mir die Absätze, vor allem des Schuhs, den du mit deiner Wichse versauen wolltest!“
Sie drückte ihm kurz die Wangen zusammen, ließ ihn ihre halblangen Nägel spüren, er mußte einen Schmerzaufschrei unterdrücken, und richtete sich wieder auf. Sie stellte sich mit leicht gespreizten Beinen vor ihn, stemmte die Hände herrisch in die Hüften.
Ohne nachzudenken und ohne sich bewußt zu sein, daß er sich ähnliches bereits vor längerem in seinen Tagträumereien von ihr gewünscht hatte, kniete er sich vor sie, bereit alles zu tun, um ihre Wut zu mildern, sein unerhörtes Verhalten wieder gutzumachen.
Seine Wange berührte den Parkettboden. Zuerst zögerlich doch dann sicherer, ja geradezu hungrig umspielte er mit der Zunge die schlanken hohen spitzen Absätze, als wäre es eine leckere Zuckerstange, ein wohlschmeckendes mit glänzender Schokolade überzogenes Eis. Zuvor waren es ja nur Schuhe gewesen, wenn auch ihre, aber jetzt trug sie sie ja.
Ausgiebig leckte er den Absatz, ebenso den des anderen Schuhs. Sie blickte mit einer tiefen inneren Zufrieden auf ihn hinunter. Ja, so sollte ein Mann einer Frau seine Verehrung darbringen. Zu ihren Füßen im Staub, tunlichst darauf bedacht, nichts zu tun, was ihr mißfallen könnte. Nun ja, Staub stimmte nicht so ganz, immerhin hatte er das Parkett heute mittag noch frisch aufgewischt. Es machte ihr Freude, daß es ihm offenkundig gefiel, sich so vor ihr zu verhalten, auch wenn es ihm in diesem Moment nicht so recht bewußt sein sollte.
Sie ließ ihren Blick auf seinem Rücken, seinem knackigen Po, seinem dichten Haar ruhen.
Er widmete sich jetzt dem Oberleder, leckte darüber als wäre es das schmackhafteste Fruchtdessert. Es schien, als könne er nicht genug davon bekommen. Wanderte sogar höher zu ihrem Rist, den Fesseln, leckte über ihre Strümpfe, machte den zarten Stoff mit seinem Speichel naß, wie ein sabbernder, nach Liebe hechelnder Schoßhund. Er hätte es wirklich endlos machen können.
„Das machst du ganz gut“, lobte sie etwas milder gestimmt. „Das genügt vorerst.“
Er sah zu ihr hinauf, ohne sich jedoch aus seiner unterwürfigen Haltung großartig aufzurichten. Fast enttäuscht wirkte er auf sie. Aber das mußte er nicht, sie wollte die Sache weiter vorantreiben.
Sie setzte sich auf die Bettkante, die Arme hinter sich auf die Matratze aufgestützt und sah ihn mit deutlich bebender Unterlippe und glänzenden Augen an.
Er saß nun vor ihr und sah sie an, als sehe er sie zum ersten Mal. Ihm war, als hätte er diese gleichermaßen kluge und schöne Frau noch nie so sehr begehrt wie in diesem Augenblick. Noch nie hatte sie soviel Macht über ihn gehabt. Und sie wußte das.
Sie hielt ihm das ausgestreckte rechte Bein hin.
„Lutsch’ mir die Zehen“, befahl sie ihm und setzte scheinbar großmütig hinzu: „Du kannst dir dabei den Schuh über den Schwanz legen. Aber daß du mir nicht hineinspritzt“, mahnte sie scharf.
Erst durch diese ‚großzügige‘ Geste wurde ihm bewußt, daß er während der ganzen Zeit seine Erektion nicht verloren, sondern vielmehr das Gefühl hatte, daß sie intensiver geworden war.
Mit Freuden legte er ihr die linke Hand unter die Ferse und streichelte mit den Fingern der rechten über ihren Unterschenkel bis zum Rist, fühlte den glatten Stoff unter den Fingerspitzen leicht knistern. Nach mehrmaligem Streicheln zog er ihr den Schuh aus und legte ihn, wie sie ihm ‚erlaubt‘ hatte, in seinen Schoß. Er betrachtete ihre schmalen gepflegten Füße mit den akkurat geschnittenen und im leuchtenden Rot lackierten Nägeln. Er roch an ihrem Fuß, inhaliere den Duft von Schuhleder, leichtem Schweiß und einem Hauch Lavendel, der keinesfalls unangenehm war, tief ein. Er nahm ihre Zehen in den Mund, leckte und saugte ausgiebig an ihnen. Sein Speichel floß reichlich. Genüßlich tränkte er den Stoff damit, leckte ihr ausgiebig die Fußsohlen.
Sie schnurrte leise vor Lust dabei, genoß das angenehme Kitzeln, das seine Zunge an ihren Fußsohlen hervorrief, sah ihm aufmerksam mit einem zutiefst zufriedenem Lächeln zu. Er hatte seine anfängliche Furcht verloren, aber daran dachte er nicht. Er verhielt sich, als hätte er offen versprochen für die nächsten Stunden sich ganz ihren Wünschen anzuvertrauen.
„Und nun zieh’ mir den Schuh wieder an und mach’ mit dem anderen das gleiche“, sagte sie mit deutlich heftiger gehendem Atem und strich sich eine Locke aus der Stirn, auf der ein Kranz kleiner Schweißperlen zu sehen war.
Er zog ihr wieder den Schuh über den von seinem Speichel nassen Strumpf. Ihr gefiel das Gefühl des speichelnassen Strumpfes im Schuh, denn es war ja sein Speichel. Kaum daß sie den Schuh wieder trug, entzog sie ihm den Fuß und hielt ihm den andern hin, mit dem er gleichermaßen verfuhr.
Als er ihr auch diesen Fuß ausgiebig liebkost und den Schuh über den gleichfalls speichelnassen Strumpf gezogen hatte, spreizte sie die Beine, die Füße fest auf dem Boden stehend, zog langsam, damit er etwas davon hatte, den Rock soweit hoch, daß er ihr knappes schwarzseidenes Höschen sehen konnte, auf dessen Mitte ein sichtbarer feuchter Fleck schimmerte.
„Und jetzt leck’ mir die Strümpfe bis hinauf zum Saum. Und mach’ sie schön naß. Stell’ dir einfach vor, du würdest deine Wichse mit deiner Zunge auf ihnen verteilen“, fügte sie leicht ironisch hinzu.
Er beugte sich hinunter und strich mit der Zunge über ihr linkes Bein beim Rist angefangen bis hinauf zum Strumpfsaum, wobei er wie gewünscht eine sichtbare Speichelspur hinterließ. Dort wechselte er zum anderen Bein, ohne ihre nackte Haut zu berühren und wanderte nun vom Strumpfsaum bis hinunter zum Rist, gleichfalls eine Speichelspur hinterlassend, sich intensiv mit den Innenseiten ihrer Schenkel befassend.
Sie genoß jeden Augenblick, konnte sich kaum erinnern, wann es das letzte Mal so schön und intensiv zwischen ihnen gewesen war.
Sie berührte mit der rechten Schuhspitze seinen Penis. Für kurz verspürte er das Verlangen, über den Schuh zu kommen, so sehr erregte es ihn.
„Und nun leck mich!“ sagte sie äußerst lasziv und eindringlich und fuhr sich obszön mit der Zunge über die Lippen.
Sie sah ihn fest und mit einer Lüsternheit an, die ihn so irritierte und zugleich so lustvoll tief traf, daß er für den Augenblick gar nicht wußte, wie er es zu ihrer Zufriedenheit machen sollte.
„Na los! Dich machen meine Schuhe doch so geil! Mach’ weiter! Ich warte. Wenn du es wiedergutmachen willst, dann leck mich, als hinge dein Seelenheil davon ab!“
Sie ließ sich nach hinten sinken und rutschte mit dem Hintern knapp über die Bettkante hinaus. Eigentlich brauchte sie ihn gar nicht so eindringlich dazu aufzufordern, denn er leckte ihre wunderbare Liebesmuschel einfach gerne.
Er fuhr mit der Zunge über den feuchten Fleck ihres Höschens. Es schmeckte salzig und roch etwas abgestanden nach altem Urin und Lustnektar. Schließlich trug sie es seit dem Morgen. Nach einem langen Tag riecht nun mal keine Unterhose mehr nach Flieder. Und doch stimulierte gerade das ihn.
Sie schnurrte vor Lust, stöhnte sanft, keuchte leicht.
Er zog ihr das Höschen aus. Sie half ihm, indem sie die Beine zusammenschob. Als er das Höschen in der Hand hielt, spreizte sie die Beine wieder. Er konnte einfach nicht anders, er mußte es sich in den Schoß legen, rieb sich sogar leicht damit. Sie bemerkte es, denn sie schaute in dem Moment in den Spiegel.
„He!“ fuhr sie ihn mit leicht schriller Stimme an. „Du sollst dir nicht an meinem getragenen Höschen einen Abwichsen, du alte perverse Sau! Es reicht schon, daß du in meine Schuhe wichst! Du sollst mich lecken, hab’ ich gesagt!“
So derb ihre Worte auch klangen, so waren sie zugleich doch auf eine besondere Weise liebevoll gemeint. Sie hätte sie auch zu niemand anderem sagen können, ohne sofort vor Scham im Boden zu versinken.
Widerspruchslos vergrub er die Zunge in ihrem köstlichen Naß, leckte ihre Schamlippen, streichelte die Innenseite ihrer Schenkel, leckte darüber, umspielte sanft ihre Klitoris, schleckte und saugte genüßlich an ihrer Liebesmuschel wie an einer saftigen tropischen Frucht.
Sie stöhnte lustvoll, griff ihm mit beiden Händen in die Haare und drückte ihm den Kopf sanft aber bestimmt in ihren Schoß. Dabei murmelte sie einige Worte, die er nicht verstand und die im lustvollen Keuchen und Stöhnen untergingen.
Sie lag mit geschlossenen Augen, konzentrierte sich ganz auf die Empfindungen, die seine geschickte Zunge ihr verschaffte. Er verstand es wirklich ausgezeichnet, einer Frau mit Lippen und Zunge intensive Gefühle zu verschaffen.
Die meisten Männer sind oft zu schnell, fallen fast immer sogleich über die Klitoris her. Nicht daran denkend, daß das Geschlecht einer Frau noch aus mehr besteht, das Aufmerksamkeit verdient, daß es schön ist, auch hin und wieder einen Finger in sich zu fühlen, aber erst dann, wenn sie wirklich feucht ist.
Langsam aber intensiv spürte sie, wie ihre Lust größer wurde, sich der Orgasmus näherte, der heftiger als sonst sein würde. Doch eine solche Situation wie jetzt hatte ja auch noch nie zwischen ihnen bestanden. Es war ja nicht so, daß sie bisher ausschließlich kuschligen Schmusesex gehabt hätten. Aber was hatten sie letztlich wirklich gemacht, was den üblichen Rahmen sprengte? Sich ab und zu mal gegenseitig die Finger in den Anus gesteckt, sich gelegentlich mal gegenseitig unter der Dusche angepinkelt. Aber da wurde das ‚Goldene Naß‘ sogleich vom reinigenden Wasser davongespült.
Obwohl sie bisher nicht wirklich etwas vermißt hatten, waren sie sich trotzdem mehr oder weniger im Inneren schon länger darüber im klaren, daß sie sich irgendwie mehr voneinander wünschten, daß sie die Hingabe zum anderen tiefer empfinden wollten. Aber sie hatten es bisher nicht in Worte fassen können und darum lieber geschwiegen.
Sie öffnete die Augen, blickte seitlich in den Spiegel, sah sich und ihn mit den Augen eines Dritten. Und dieses Bild gefiel ihr nicht nur, es war einfach total geil. Geiler als alle Pornos, die sie bisher gesehen hatte. Ein nackter gutgebauter Enddreißiger hatte den Kopf zwischen die gespreizten Schenkeln einer großen attraktiven Mittdreißigerin in Nylons, High Heels, bis zur Hüfte hochgeschobenem Lederrock, offener Bluse, die ein Paar leicht üppiger Brüste von einem leichten BH gehalten zeigte, vergraben, deren braune Locken ein wenig zerzaust ihren Kopf umrahmten und deren Blick die pure Lust ausdrückte.
Wenn er doch nie aufhörte, wünschte sie sich. Sie berauschte sich an diesem Bild als wäre nicht sie es, die da von diesem Mann nach allen Regeln der Kunst geleckt würde. Sie lächelte der Frau im Spiegel wie einer Vertraute zu und diese Frau lächelte ebenso zurück.
Gleich wird die Frau dort kommen, war sie überzeugt, als handle es sich nicht um sie selbst und sie spürte, daß sie es nicht mehr zurückhalten konnte. Sie schloß die Augen wieder, bereit für den Orgasmus.
Und bevor sie sich dessen bewußt wurde, kam der Orgasmus schnell und machtvoll wie eine große Flutwelle über sie. Sie hat das Gefühl nur noch Möse zu sein. Ihr Aufstöhnen war so laut, daß er für den Moment einfach aufhörte. Wirklich leise war sie ja noch nie gewesen, aber das war um eine Stufe intensiver.
Warum hörst du auf, fragte sie lautlos und verstärkte den Druck auf seinen Kopf. Er verstand und intensivierte seine Liebkosungen. Er wollte diese Frau auf den Wogen der Lust schweben lassen. Ihm blieb auch nichts anderes übrig, wollte er sich irgendwann aus ihrem Griff befreien können. Aber ihre Lust steigerte auch seine.
Dann ließ sie seinen Kopf unerwartet los. Ein wenig irritiert über die plötzlich zurückgewonnene Freiheit hob er den Kopf. Er war zwar geübt, aber er spürte an Lippen und Zunge, daß es länger als sonst gewesen war.
Viel Zeit ließ sie ihm nicht, sich ein wenig zu entspannen. Sie richtete sich auf und zog ihn kraftvoll aufs Bett. Ehe er sich’s versah, lag er schon auf dem Rücken und war sie über ihm, führte seinen Penis, der während der ganzen Zeit nichts von seiner Steife eingebüßt hatte, in sich ein. Sie hielt ihm die Arme fest, legte sich mit ihrem ganzen Gewicht auf ihn und küßte ihn leidenschaftlich, leckte ihm durchs Gesicht, fuhr mit der Zunge in seinem Mund umher als sei es ihrer. Er fühlte sich von ihrer Leidenschaft zuerst überrannt. Aber dann genoß er ihre Aktivität. Von ihm aus konnte sie mit ihm machen, was sie wollte. Ob einer Frau die aktive Rolle vielleicht nicht besser paßte als einem Mann? Wie schön schien es doch zu sein, das Objekt der Begierde einer Frau zu sein. Ihrer Lust zu dienen, wenn sie es verlangte. Sollte sie ihn doch durchvögeln, bis er nicht mehr konnte. Es wäre ein Leichtes das Wundsein zu ertragen, wenn es von einer solchen Frau herrührte.
Doch lange dauerte es nicht, bis er nun seinerseits den Orgasmus nahen fühlte. Er meinte, die heftigste Erektion zu haben, die er jemals gehabt hatte. Es tat fast schon weh. Und als er dann schließlich in der wundervollen feuchten Liebesmuschel, die er zuvor reichlich liebkost hatte, ejakulierte, meinte er, es endlos zu müssen.
Im selben Moment hatte sie einen weiteren, wenn auch bei weitem nicht so intensiven Orgasmus wie zuvor, aber darum war er ihr nicht minder wichtig.
Erschöpft ließ sie sich auf ihn sinken. Ihre Bluse hatte sie fast völlig durchgeschwitzt. Zärtlich nahm er sie in die Arme, als wollte er sie nie wieder loslassen, als sei sie unersetzlich für ihn geworden.
„Bist du mir noch böse“, fragte er schüchtern.
Die Realität hatte ihn wieder eingeholt und damit auch die Furcht, sie durch seine Handlung verletzt zu haben.
„Weil du meine Schuhe zum Wichsen nimmst?“ schien sie sich erst langsam wieder daran zu erinnern, was zuvor geschehen war. „Ach, woher. Warum sollte ich dir deswegen böse sein?“
„Du hast aber so ausgesehen“, verstand er gar nichts mehr, obwohl die letzte Stunde beredt genug gewesen war.
„Du hast geglaubt, daß ich so ausgesehen habe“, stellte sie entschieden und etwas amüsiert richtig.
Sie löste sich aus seiner Umarmung und legte sich links neben ihn auf die Seite, den Kopf auf den Arm aufgestützt, das linke Bein zwischen seine.
„Du hast meine anfängliche, mehr scherzhaft gemeinte Äußerung, für Ernst genommen, das habe ich gleich an deinem Blick gemerkt. Dabei fand ich es geil, daß du in meinem Schuh spritzen wolltest.“
Er glaubte erst nicht richtig zu hören. Seine ganze Aufregung sollte umsonst gewesen sein? Aber bei nüchterner Betrachtung redete jetzt die Frau, die er so gut kannte und in die er auch nach all den gemeinsamen Jahren immer noch bis über beide Ohren verliebt war.
„Ich finde es schön, daß du zum Masturbieren etwas Getragenes von mir nimmst. Das zeigt doch nur, wie sehr du mich vermißt und daß ich ein wichtiger Teil deiner Masturbationsphantasien bin. Aber es reizte mich einfach, zu sehen, wie weit ich bei dir gehen kann. Ich wollte mir schon längst mal von dir die Absätze und die Schuhe lecken lassen und du hast ja auch brav alles gemacht.“
Er war zutiefst erleichtert.
„Ich wollte dir auch schon lange mal die Schuhe, die Absätze lecken. Weißt du, es macht mich einfach an, dich in Nylons und High Heels zu sehen. Es hat mir ungeheuer gefallen, von dir benutzt zu werden. Einfach dein Lustobjekt zu sein.“
„Das habe ich gemerkt“, grinste sie schelmisch und küßte ihn zärtlich auf die Stirn.
„Ich würde gerne noch andere Dinge mit dir machen“, fügte sie leise ernster und sanft bittend hinzu.
„Ich mit dir auch“, erwiderte er im selben Tonfall.
Er fühlte, daß er bereit war, ihr sehr weit zu folgen, denn er vertraute ihr, wußte, daß sie nichts tun, was ihnen beiden mißfallen oder gar in irgendeiner Weise schaden würde.
(c) Armin A. Alexander
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