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LustSchmerz Fetisch: Windeln


Windeln: ein besonderer Fetisch - ein Beitrag von Silbertaler

Flauschig weich, schützend legt sie sich um deine Haut. Ein Bondage der besonderen Art. Eingesperrt und doch frei. Die Windel ist in manchen sexuellen Spielarten nicht wegzudenken. Es gibt das Babyspiel, dabei wollen die Träger wie Babys behandelt werden, es gibt das D/S-Spiel, da möchte Dom die Macht über Sub und es gibt die Windelliebhaber, die es einfach faszinierend finden, eine Windel zu tragen. Zu den letzteren zähle ich mich selbst.

Sicher, es sind unterschwellig auch D/S-Anteile enthalten, aber nur gering und nur mir selbst gegenüber. Ich trage die Windel für mich selbst, sie gibt mir ein geborgenes und sehr erregendes Gefühl. Ich trage sie nur, wenn mir danach ist, wenn ich sie für mich brauche, und nicht, weil mir irgendjemand sagt, ich habe sie zu tragen.

Die Windel umhüllt den empfindlichen Teil der Sexualität und schützt sie. Es ist ein Doppelspiel. Einerseits macht sie mich sozusagen zum Neutrum und gibt mir so die Gelegenheit, in mich zu finden, andererseits erregt sie mich so sehr, dass ich am Liebsten sofort Sex mit meinem Partner haben möchte. Wie heißt es doch so schön, das Gras auf der anderen Weide ist viel saftiger.

Aber gerade dies Wechselspiel ist die Faszination. Ich kann abschalten, in mich gehen, auf mich selbst besinnen, eintauchen in eine andere Ebene, mich innerlich aufräumen sozusagen, weil sich in dem Moment alles und nichts auf mich bezieht, und im nächsten Augenblick auf meine Sexualität. Ein Gefühlswechselbad der besonderen Art. Es ist wie ein gutes Folienbondage, man weiß, dass man sich nicht rühren kann, es erregt einen ungemein, man möchte sich am liebsten selbst sofort zum Höhepunkt bringen, und doch genießt man die Unfähigkeit und gibt sich der Folie (und den lieben Händen, die einen verwöhnen) hin.

Man genießt die indirekten Berührungen, findet zu sich selbst und fühlt sich sicher in seinem Kokon, um sich selbst zu erforschen, zu erleben. Und ebenso geht es mir, wenn ich eine Windel trage, ich umschließe mich, gebe mich mir hin und finde mich selbst wieder.

Das Entscheidende ist, dass Windeln nicht nur ins Ageplay gehören, und somit untoleranter Weise in die Perversenecke abgeschoben wird, sondern dass es eine weitere Art der sexuellen Spiele ist, die einem eine Erdung ermöglicht. Wir wollen doch mit unseren Spielarten erreichen, dass wir Freude und Lust empfinden, der eine so, der andere eben anders. Einer kann sich hinterher wieder auf das Wesentliche konzentrieren, wenn er nen knallroten, verstriemten Hintern hat, der andere fühlt sich in Fesseln, auch verbaler Art, geborgen und noch ein anderer trägt Windeln um wieder zu wissen, was ihn ausmacht und um wieder mit beiden Füßen im Leben zu stehen.

Ich trage am liebsten Windeln, die schön rascheln, das gibt den besonderen Kick, vor allem, wenn man sie außerhalb der Wohnung trägt. Eigentlich hört man es nur selbst, und doch hat man das Gefühl, jeder weiß, was man tut. So kann man übrigens, wenn man es mit D/S-Anteilen spielt, Sub wunderbar abstrafen. In Windeln gehüllt zum Einkaufen schicken, kann für Sub dann nebenbei schon ziemlich demütigend sein.

Was ich auch sehr spannend finde, ist, dass man beim Windeln tragen auch bewusst anerlerntes Wissen und Tun kurzfristig über Bord werfen kann. Denn von klein auf haben wir gelernt, wenn wir uns erleichtern müssen, dass wir zur Toilette gehen. Dieser "Zwang" ist hierbei kurzfristig aufgehoben. Für mich ist die Windel jedoch vorrangig nicht dazu da, um mich in ihr zu erleichtern, das ist eher das Finale, so wie guter Sex nach einer Session. Ich versuche schon, die Windel so lange wie möglich zu tragen, sie sind ja, wie auch die bekannten Pampers, wieder verschließbar, so dass ich zwischendurch auch die Toilette nutze, jedoch ist am Ende gerade das Überwinden dieser Grenze der Höhepunkt. Eine gute Windel saugt die Nässe so gut auf, dass kurzfristig ein weiteres Tragen möglich ist. Das hat natürlich auch einen besonderen Reiz, denn dadurch wird sie schwerer und einem wieder bewusst. Wenn ich die Windel noch länger tragen möchte, lege ich ein dickes Flies mit hinein, denn dann kann man auch eine eingenässte Windel noch eine ganze Weile weiter tragen.

Und Beispiele zum anregenden Spielen gibt es reichlich: Wenn man eine lange Autofahrt vor sich hat, und genau weiß, dass eine Pinkelpause sicher notwendig wird, verpackt man Sub vorher in eine Windel und kann dann sicher sein, dass unnötige Pausen wegfallen und man so schneller ans Ziel kommt. Das Schöne daran ist unter anderem auch, dass Sub nicht wirklich "flüchten" kann und sich seiner Situation ergeben muss. Es ist genial zu sehen, wie Sub sich quält, weil er mal muss, und sich lange Zeit vor der Erleichterung ziert. Ganz gemein ist es dann, wenn man doch einen Zwischenstopp einlegt, Dom zur Toilette geht und Sub im Auto warten muss.

Oder noch eine Spur gemeiner, man sucht die Raststätte auf, bestellt sich etwas und Sub wird mit einer Fußfessel unauffällig am Tisch festgemacht und kann so auch nicht "mal eben" zur Toilette huschen, während Dom sich auf normalem Weg erleichtert. Es sollte aber immer darauf geachtet werden, dass eine genügend dicke Windel gewählt wurde, damit nichts daneben geht. Für Sub sind solche Situationen immer sehr demütigend, da er sich nicht so verhalten kann, wie er möchte. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich entweder in die Windel zu entleeren, oder aber auf das Wohlwollen seiner Herrin angewiesen zu sein.

Und auch bei einem, wie schon oben erwähnten Folienbondage ist eine Windel sehr von Vorteil, weil so das Bondage doch über einen wesentlich längeren Zeitraum getragen/genossen werden kann, da die Sorge, dass man mal muss und dann das schöne Bondage weg ist, getrost über Bord werfen kann, allerdings ist dann mit bespielen nicht mehr allzu viel drin, schließlich ist das gute Stück dann dick verpackt. Aber es ist eben auch praktisch, wenn man das Folienbondage als Strafmaßnahme anwendet und Sub damit/darin die Nacht verbringen soll. Mit einem "einfachen" Seilbondage ist es natürlich auch möglich. Der Vorteil: man kann mit den Seilen auch noch an den Stellen ganz besonders fest schnüren und so verhindern, dass Sub sich unerlaubt versucht, dort zu erregen. Schließlich muss der Penis beim Wickeln nach unten gelegt werden, damit die Windel auch gut sitzt und sichergestellt ist, dass sie richtig saugt und nicht ausläuft. Bei anschließenden erregenden Spielen, wird dann auch gleich seine masochistische Seite, bzw. die eigene sadistische Seite befriedigt, da es ziemlich unangenehm ist, wenn sich der Penis nicht zur vollen Größe entfalten kann. Sozusagen ein Keuschheitsgürtel auf Zeit.

Zusammenfassend möchte ich sagen, ich finde Windeln tragen und tragen lassen einfach geil! Ein Spiel das viel mehr Facetten bietet, als das Naserümpfen mancher Vorstellung vermuten lässt :)

(c) Silbertaler

 

 
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