|
"Zu ihren Füssen" - Ein Erlebnisbericht von Uwe
Es ist Sonntagmorgen. Ich hätte ausschlafen können. Aber bereits gegen acht Uhr erwache ich, und die flirrenden Erinnerungen an die gestrige Nacht lassen mich an weiteren Schlaf nicht denken. ... Ich hatte es getan. Ich hatte es tatsächlich getan. Ich hatte...
Nur mit Mühe kann ich meine Gedanken ordnen, aber ich will mich zwingen, das Erlebnis von Beginn an zu berichten. Wo fange ich an? Gestern, am frühen Samstagabend: Ich entschied mich, auf die Fetisch-Party des A. zu gehen. Und ich verfolgte damit ein eindeutiges Ziel: Ich wollte mich an diesem Abend als Stiefelknecht einer Unbekannten verdingen, koste es an Demütigung was es wolle. Ich wählte ein Outfit, das keinen Zweifel über die Position lassen sollte, in der ich mich am liebsten befand. Bereits zuhause schlüpfte ich in schwarze Latex-Leggins und schwarze Lederreitstiefel, schnallte mir einen Lederriemen-Harness über einem durchsichtigen T-Shirt aus schwarzer Gaze fest und glitt in oberarmlange schwarze Latexhandschuhe. Dank eines halblangen Ledermantels konnte ich mich im Schutze der Dunkelheit unbehelligt zu meinem Auto schleichen.
Beim A. angekommen klingelte ich an der schlichten, unauffälligen Tür und wartete, bis mir Einlass gewährt wurde. Wie nicht anders zu erwarten öffnete mir U., die Chefin des Hauses in atemberaubenden Outfit: Über eine Lastexuniform, die ihr schönes Decolleté betonte, hatte sie einen langen Latexmantel geworfen, den Kopf zierte eine strenge Offiziersschirmmütze. Nachdem ich gezahlt hatte, begann ich, meine Erscheinung zu vervollständigen. Ich stülpte mir eine schwarze Latexgesichtsmaske mit Löchern nur für Augen und Mund über den Kopf, klettete eine lederne Augenbinde wie ein Stirnband fest und schnallte mir einen Riemen mit rotem Knebelball wie ein Collier um den Hals. Filigranes i-Tüpfelchen meines Outfits war mein "Ring-am-Ring", natürlich an der rechten Hand getragen. Mit diesen deutlichen Insignien der Devotion gekennzeichnet betrat ich mit leicht pochendem Herzen den Partyraum und setzte ich mich, ohne mich umzuschauen, an den Tresen. Den Begrüßungssekt nahm ich dankbar entgegen, hoffte ich doch, dass er mein leichtes Zittern dämpfte. Niemand saß hier maskiert, fiel ich womöglich zu sehr aus dem heutigen Dresscode heraus? Doch das Schöne an der Maske ist ja, dass einem darunter nichts unangenehm ist.
Kaum hatte ich Muße, mich ein wenig umzuschauen, bemerkte ich auch schon, dass der Blick eines Augenpaares auf mir ruhte. Es gehörte einer reizenden, aus braunen Augen sanft und neugierig blickenden Dame, die zwei Stühle weiter rechts am Tresen saß - mit einer Freundin, wie es schien, die mit einem weiteren Gast in ein Gespräch vertieft war. Ich erwiderte den Blick vorsichtig und mit gesenkten Augen, um ja keinen Fehler beim "Erstkontakt" zu machen. Doch, tatsächlich, der Blick galt tatsächlich mir, und er hielt stand. Hatte ich Neugier geweckt? So schnell? Und wenn ja, war sie ernsthaft? Oder entsprang sie nur mangelnder Auswahl, weil der Laden um diese Zeit noch recht leer war?
Weitere Blickwechsel in den nächsten Minuten folgten. Mit pochendem Herzschlag, der durch die enge Latexmaske in meinem Kopf dröhnte, überlegte ich, ob es schon Zeit für den nächsten Schritt sein könne. Ich weiß nicht, was den Mann hinter dem Tresen in diesem Moment veranlasste, eine kurze Ledergerte und eine Riemenpeitsche hervorzuholen und den beiden Damen scherzend in die Hand zu drücken, aber er tat es.
Die lachenden Kommentare der Damen konnte ich nicht verstehen, aber natürlich folgte ich jeder Bewegung des kleinen Folterinstruments in ihren Händen mit angehaltenem Atem. Das konnte und sollte ihr nicht entgehen. Und tatsächlich: Während sie das Ende der Gerte ein paar Mal spielerisch in ihre Handinnenfläche klatschen ließ, ruhte wieder dieser wunderbar sanft-neugierige Blick auf mir. Ich hatte das Gefühl, vor innerer Spannung zu explodieren. Ich musste es jetzt wagen. Gerade hatte ich mich entschieden, vorsichtig aufzustehen..., da setzte sich ein weiterer Gast in Fetischkleidung zwischen mich und sie. Ich hatte einen riesigen Kloß im Hals und blieb konsterniert sitzen. Ob sich die Beiden sich kannten oder nicht, konnte ich so schnell nicht erkennen, auf jeden Fall begann eine im Plauderton geführte Unterhaltung zwischen ihnen. Während ich mich in Gedanken schon dafür auszupeitschen begann, dass ich nicht schnell genug reagiert hatte, spürte ich in den Gesprächspausen weiterhin ihren Blick auf mir ruhen.
Ich lehnte mich etwas zurück und versuchte einen Blick auf ihr Schuhwerk zu erhaschen. Ihre Füße steckten in kniehohen, schwarzglänzenden Lackstiefeln mit ziemlich hohen und sehr spitzen Absätzen. Ob sie meine wechselnden Blicke zwischen Ihren Augen und ihren Stiefeln verstand, vermag ich nicht zu sagen, ebenso wenig, ob ich bei ihr wirklich neugierig auffordernde Unruhe bemerkte. Ich musste es herausfinden. Ich fasste mir ein Herz, stand auf, ging um die beiden herum und sagte zu der Dame, die mir gespannt den Kopf zuwendete, etwas Ähnliches wie: "Entschuldigung, hätten Sie etwas dagegen, wenn ich mich zu Ihren Füßen auf den Boden setzen würde?"
Ihre Antwort habe ich wohl halb vergessen und halb akustisch nicht verstanden, aber die Geste ihrer rechten Hand war deutlich: Ich durfte!
Fühlt sich so ein Taucher, der voll Spannung und mit ein bisschen Angst in ein unbekanntes Gewässer springt, in dessen Tiefe er einen wertvollen Schatz vermutet? So vorsichtig wie möglich ging ich rechts neben der Dame in die Knie und wand mich zwischen ihr und ihrer Freundin zum Fußboden hinab. Halb hockend, halb kauernd stützte ich mich auf die Fußbank des Tresens. Sie zog jedoch ihr rechtes bestiefeltes Bein keinesfalls weg, wie ich es zunächst erwartet hätte, sondern ließ es an ihrem Platz. Es war so eng, dass ich mit meinem Gesicht (und meinen Lippen!) an ihrem Stiefel entlang streifen musste. Die Lippen knapp oberhalb ihres Fußgelenks auf das kühlen Lackleder gepresst hielt ich inne, pochenden Herzens, innerlich jubilierend: der schwierigste Schritt war getan, ich war am Ziel!
Am Ziel..., ja..., hier einfach nur hocken zu dürfen, wenn auch nur für wenige Minuten... Den Mut aufgebracht zu haben, mir diesen Platz zu erobern, dieses Gefühl, diese Gewissheit allein hätte den Abend schon zu einem Erfolg werden lassen. Ich kauerte dort, wagte kaum, mich zu bewegen, irgendetwas zu tun, was meine Lippen und diesen Stiefel hätte trennen können. Denn woher sollte ich die Gewissheit nehmen, dass mir diese Berührung nicht nur zufällig erlaubt war? Dass diese Stellung einfach gerade bequem für sie war und sie nicht im nächsten Augenblick ohne Rücksicht auf meinen Genuss die Sitzposition wechseln würde. Ich blieb reglos hocken, der Stiefel änderte seine Position nicht und ich fing an, zu erkunden, welche Freiheiten mir meine Gönnerin zuzugestehen bereit war. Ich schloss meine Lippen zu einem Kuss, löste sie vorsichtig und platzierte sie knapp daneben wieder auf das glatte Lackleder. Ich nutzte eine Handinnenfläche, um ihrem Pfennigabsatz eine Grundfläche zu bieten, auf der sie sich abstützen konnte. Vorsichtig nahm ich jetzt die Zunge zu Hilfe und begann behutsam das zu tun, was ihrem Stiefel gebührte: ihn sauber zu lecken.
Aufzusehen und zu beobachten, wie sie reagierte, traute ich mich nicht, allein schon aus der Sorge, sie könne denken, ich wolle aus dieser Position einen Blick auf ihren Schritt erhaschen. Schließlich trug sie nur ein recht knappes schwarzes Lackkleid. Und sie saß auf einem Barhocker. Nein, ich widmete mich einzig und allein genussvoll küssend und leckend, ihrem bestiefelten Fuß. Um auch ihrem Absatz die entsprechende Behandlung zuteil werden zu lassen, musste ich mich noch kleiner zusammenkauern. Jeder, der ein ähnliches Verlangen kennt oder in sich verspürt, empfindet vermutlich, dass das Gefühl der Freiheit steigt, je tiefer er (oder sie) "am Boden" liegt - eine für Unbedarfte sicher schwer nachvollziehbare Paradoxie. Ich wagte es, mir die Freiheit zu nehmen, ihre Fußbank zu sein. Ich selbst, mit der Stirn fast am Boden, hob ihren Fuß und setzte ihn auf meinen Rücken. Der Absatz bohrte sich schmerzhaft direkt neben meiner Wirbelsäule zwischen den Rippen ins Fleisch. Ich musste tief und schnell atmen, um den Schmerz einigermaßen bewegungslos ertragen zu können. Ich vermute, mein bebender Brustkorb ließ sie spüren, wie sehr ich litt... und wie sehr ich den Schmerz genoss. Fast sofort bohrte sich ein zweiter Stilettoabsatz in meine linke Flanke. Mich schauderte.
Vorsichtig, mal sanft mit der Spitze, mal fest mit dem Absatz, begann sie, meinen Rücken zu traktieren. Sie hatte verstanden. Wortlos hatte diese wildfremde Dame verstanden. Wortlos war diese wildfremde Dame bereit, einem wildfremden Sklaven seinen kleinen Genuss zu gönnen. Es kostete sie nicht viel, die Beine vertreten muss sich doch zwischendurch jeder einmal. Jetzt, wo ich hier sitze und dieses Erlebnis noch einmal Revue passieren lasse, erscheint es mir beinah wie eine erfundene Geschichte, wie eine der fiktiven Phantasien, die inzwischen zu Hunderten im Internet veröffentlicht werden. Woher stammen dann diese kleinen, roten Hautabschürfungen, mit denen mein Rücken übersät ist...?
Schließlich ergriff sie die Initiative. Sie schob den linken Fuß unter mein Gesicht, was ich als eindeutige Anweisung verstand, ihren Stiefel weiter zu lecken. Mit Sohle und Absatz des rechten Fußes malträtierte sie meinen Hinterkopf. Der Schmerz ließ mich jede Vorsicht vergessen und ich leckte hemmungslos ihren Stiefel. Ich nahm die Fußspitze in den Mund und schob sie soweit wie möglich in meinen Rachen. Dann legte ich mich auf den Rücken, bugsierte ihren Absatz in meinen Mund und säuberte ihn mit kräftigen Saugbewegungen... und ... traute mich zum ersten Mal, den Blick zu meiner Gönnerin zu erheben. Und was ich dort sah erfüllte mich mit tiefer Befriedigung: Sie beachtete mich gar nicht, sondern plauderte ungerührt mit ihrem Gesprächspartner von vorhin! Es ist das höchste Lob und die höchste Genugtuung für einen Sklaven, wenn er seine Arbeit so unauffällig verrichtet, dass seine Herrin ihn kaum wahrnimmt und sich auf keinen Fall gestört fühlt. Ihr scheinbares Desinteresse tat mir gut, bestätigte mir, dass ich in der richtigen Position war. Aufmerksamkeit erwartete ich nicht. Nicht weggestoßen zu werden durfte ich in dieser Lage als höchste Anerkennung empfinden.
Ich spürte ihre Hand auf meiner Schulter, die mir bedeutete aufzustehen. Es sei jetzt genug, sagte sie leise und bestimmt über die Musik hinweg und verschwand mit ihrem Gesprächspartner Richtung Tanzfläche. ... Ich setzte mich mit gesenktem Kopf auf meinen "alten" Platz, zwei Sitze von ihrem entfernt, und bestellte mir ein Mineralwasser. Ich beobachtete sie nicht beim Tanzen, wollte sie keinesfalls stören, sondern sie in Ruhe ihren Vergnügungen nachgehen lassen. Es dauerte eine Weile, bis ich mich traute aufzuschauen, um in den Augen der anderen Gäste vielleicht Verwunderung oder auch Neid zu entdecken. Nichts dergleichen. Niemand, der mich beobachtete. Alle schienen zu verstehen. Oder keiner schien etwas bemerkt zu haben. Wieviel Zeit vergangen war? Ich hätte es nicht sagen können. Es war eine Ewigkeit und eine flüchtige Traumsekunde zugleich.
Als sie wieder ihren Platz am Tresen eingenommen hatte, vermied ich jede Selbstverständlichkeit in der Begegnung mit ihr. Sie sollte spüren, dass ich aus dem Erlebten keinerlei Anspruch auf ihre weitere Aufmerksamkeit ableitete. Beinahe war ich geneigt, mir meine lederne Augenbinde über die Augen zu schieben, um sie nicht mit demütigen Seitenblicken zu belästigen, die zu unterlassen ich mich sehr konzentrieren musste. Es dauerte jedoch nur kurze Zeit, bis sie lachend mit der flachen Hand auf den Tresen direkt klopfte. Ich durfte mich in Augenhöhe neben sie setzen.
Ich spürte, dass die Atmosphäre verändert war und sie etwas anderes von mir erwartete: Eine Konversation auf einer Party mit einem (vielleicht interessanten) Unbekannten. Sie war in aufgeräumter Stimmung. Ein weiteres Angebot meiner sklavischen Dienste hätte sie in diesem Moment womöglich sogar gelangweilt, schien mir. Ohne Enttäuschung war ich bereit, diesen Stimmungswechsel mitzumachen. Was ich bisher erleben durfte, war schließlich schon weit mehr gewesen, als das, was ich erwartet hatte - und weit mehr, als ich in der Erinnerung fassen kann. Als die Zeit des Aufbruchs für sie kam, verabschiedeten wir uns - und das empfand ich als besonders rührend - mit einem keuschen Handschlag. Während ihre Freundin zahlte, stand sie noch einen Moment allein in der Nähe der Ausgangstür. Ich ging wortlos auf sie zu, kniete vor ihr nieder, und setzte einen behutsamen Kuss auf jede ihrer Stiefelspitzen. Mit einem Lächeln, das an Sanftheit kaum zu übertreffen war, tätschelte sie mir den Arm und ging...
Was ich noch erwähnen möchte: U., die mich am Eingang begrüßte und auch hinter dem Tresen stand, behandelte mich den ganzen Abend über unaufdringlich freundlich. Erst nachdem ich meine Maske abgenommen hatte und damit äußerlich auch meine "Rolle" ablegte, begann sie ein Gespräch mit mir, da sie mich als Besucher noch nicht kannte. Ich erfuhr einiges über die Geschichte des A. und ihre neuen Pläne für die Zukunft. Beeindruckt hat mich im Nachhinein, dass sie meine "Rolle" respektierte und scheinbar spürte, dass es mich irritiert hätte, wenn sie mich als "Sklaven" in ein solches Gespräch verwickelt hätte. Ich danke, dass sie mir den Freiraum für ein solches Erlebnis geboten hat, das mir an diesem Abend vergönnt war. Ich habe diese - tatsächlich wahre - Geschichte auch aufgeschrieben, um zu zeigen, wie leicht es sein kann, dorthin zu gelangen, wo wir uns alle hinwünschen: Zu Füßen einer schönen dominanten Frau.
Sicher hatte ich auch etwas Glück, dass ich "Sie" an diesem Abend in einer solchen Stimmung fand. Aber den Mut zusammenzunehmen, diese kleine Gütigkeit von einer Frau zu erbeten, scheint gar nicht so schwer zu sein.
Viel Erfolg!
(c) Uwe
|