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Ausgezeichnete Autoren und Texte
- Die Hoffnung stirbt zuletzt
Autor: Philipp
Die letzte Strict! Party wird durch beängstigende Demonstrationen konservativer "Gutmenschen" beeinträchtigt und kurz darauf gewinnt die "Moralische Liga" die Wahl - politische Veränderungen ziehen durch ein nunmehr lustfeindliches Deutschland, das sich gegen die
"moralische Verrohung durch widernatürliche Sitten ausspricht und
jedes menschenfeindliche Mittel nutzt um "saubere Verhältnisse" herzustellen...
Unser Siegertitel "Die Hoffnung stirbt zuletzt" wagt sich an ein dunkles, beängstigendes Szenario, das in dieser Form nie Wirklichkeit werden darf und wird. Er führt uns in eine Utopie des Schreckens, in der sich Werte verändern, Freiheit und Selbstbestimmung aufgehoben werden und selbst der vermeintlich mögliche Rückzug in den Untergrund das
Glück der Andersartigkeit unmöglich macht. Wie verändert sich die Lust, wenn Ihr Freiheit entzogen wird? Wie notwendig ist die Legitimation, mit freiem Geist leben und lieben zu dürfen? Fragen,
die Autor Philipp mit dieser Geschichte sich und uns stellt, die uns wachrütteln, die nachwirken und zu tiefst berühren. Ein Szenario, daß bei aller Düsternis nicht Ängste projezieren soll, sondern in unglaublicher Stärke und Klarheit zeigt, was wir besitzen, welchen
Reichtum, welche Freiheit es zu schützen und zu bewahren gilt. Und somit bildet "Die Hoffnung stirbt zuletzt" als Siegerstory der diesjährigen Ausschreibung das passende "Dach" für alle ausgezeichneten Geschichten, für alle Freiheiten die Sadomasochisten
zu leben, zu fühlen, zu veröffentlichen erlaubt sind. Sie steht für
einen Weg der Anerkennung, für den große Teile dieser Szene und
auch Lustschmerz, vehement eintreten.
- Tod einer Göttin
Autorin: Apollonia
Carl, der Begleiter der Ermordeten und zunächst Hauptverdächtige, muss der ermittelnden Kommissarin erklären, in welchem Verhältnis er zum Opfer stand. Schnell erwacht in ihr ein über die Ermittlungen hinausgehendes Interesse, das uns neugierig macht auf einen möglichen Fortgang der Geschichte...
Eingebettet in einen Krimi erzählt diese großartige Kurzgeschichte von der Faszination einer D/s- Beziehung aus Sicht des submissiven Mannes. Das Klischee der selbstaufgebenden Unterwürfigkeit wird darin durch das Bild einer denkenden, durchaus handlungfähigen Person ersetzt. Die Autorin tut dies in kurzen, klaren Sätzen, sprachlich gewandt, geistreich, mit Wortwitz und Fingerspitzengefühl. Hier findet größte Akzeptanz ihren Ausdruck in einer unspektakulären und subtilen Ausdrucksweise, in der beinahe nüchternen Sprache, die dennoch dem Leser niemals belehrend begegnet.
Eine der wenigen Geschichten, die völlig frei von pornographischen Elementen sehr direkt über das Thema D/s spricht, die ohne nackte Sensationen auskommt und dennoch spannend und hocherotisch ist. Gratulation!
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Maximilian, 31, 186, 101, devot
Autor: DarkGraf
Max, der brutale, von allen gefürchtete, grobe Kerl ist erschüttert. Gewaltlos hat eine zarte Frau ihn in die Knie gezwungen, ihn, den massigen Riesen, gezüchtigt. Der Versuch, das Erlebte im Suff zu verdrängen, misslingt. Gewaltsam bricht es aus ihm heraus um endlich weich und sogar glücklich Frieden zu finden.
Der Autor beschreibt diese scheinbare Katastrophe mit sprachlicher Direktheit, Präsenz, Kürze und Schärfe. Wir sehen Max, den Umkleide-raum im Schlachthof, die Kneipe, in der Max sich betrinkt, verstehen, warum er allen Angst einflösst und warum es ihn so hilflos und traurig sein lässt, dass er seinem unterdrückten Verlangen nachgab. Der Titel schließlich gibt Aufschluss darüber, dass Max sein wahres Inneres kennt oder kennen gelernt hat.
Eine brillant erzählte, wunderbar pointierte kurze Geschichte über die Widersprüche und Notwendigkeiten zwischen Alltag und Verlangen, Gesellschaft und Individuum, Schein und Sein. Der Autor weiß um die Zerrissenheiten und Zweifel der Seele, wenn perverse Lust dem Selbstbild nicht entsprechen will und darf, und er beschreibt sie uns unaufdringlich, bewegend und amüsant in dunklen, bedrückenden Bildern. Toll!
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Elegie des Schmerzes
Autor: Malaparte / Sonderpreis Lyrik
Verglichen mit dem Vorjahr haben uns zahlreiche Beiträge der Kategorie Lyrik erreicht, darunter einige sehr schöne. Die Entscheidung fiel schliesslich zugunsten der "Elegie des Schmerzes", weil hier sehr eindringlich und mit ungewöhnlichen und schönen sprachlichen Mitteln eine aufregende, aufgewühlte und farbenreiche Gefühlswelt beschrieben wird. Es gelingt, dem Leser diese Emotionen nicht nur durch teilweise herrliche Metaphern sehr bildhaft zu beschreiben, sondern ihn tatsächlich eintauchen zu lassen in einen beständigen Wechsel der Empfindungen, die sich doch, wie in einem Strudel, rauschhaft einem Ziel nähern; das Geschriebene wird spürbar ebendig, es "atmet"! Hoffentlich gewährt uns der Verfasser noch oft Einblick in seine Gefühlswelten!
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Wirkliche Sehnsucht
Autor: Axel / Sonderpreis "Besondere Geschichte"
Der brillentragende Links- Onanierer und Kaffeetrinker hat eine große Sehnsucht: er möchte nur für eine Nacht so frei sein wie die Nackte, Gefesselte, Gefolterte, Glückliche auf jenem Bild, das ihm auf seinen Steifzügen durchs Internet immer wieder begegnet. Er liest die richtigen Bücher, hört die beste Musik um seine Sinne zu fordern und doch lebt er sein ordentliches alltägliches Leben, in dem diese Sehnsucht keine Erfüllung findet. Wir begleiten ihn bei einem schicksalhaften Opernbesuch, der ihn an das Ziel seiner Wünsche führt.
Selten liest man Texte von solcher Eindringlichkeit. Der Autor unterscheidet zwischen Erzählen und Erleben; er erzählt sprachlich dicht und gewandt seine Sehnsucht, in den emotionalen Phasen aber werden Sprache und Schrift eilig, drängend, zwingend, er schreibt plötzlich alles klein, als würde ihn die Benutzung der Umschalttaste zu viel Zeit kosten, so atemlos hetzt seine Schilderung dahin. Die Lektüre dieser Geschichte kann niemanden unberührt lassen, so wahrhaftig (und) sehnsüchtig ist sie geschrieben, und dennoch ist sie am Ende doch nur eines: Fiktion und eine Kontaktanzeige. Man kann dem Urheber nur wünschen, dass sie Erfolg hat und uns, dass wir mehr von ihm zu lesen bekommen.
zu den Siegerbeiträgen Storypreis 2001 >
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... fesselnd, dehnend, schmerzend, schmückend... kann man sich bei Obi zweckentfremden, im Reiterbedarf zusammen suchen, in Heimarbeit nieten, oder bei jemandem bestellen, der sich damit auskennt: Der MEO Online Shop führt SM Toys für alle Vorlieben, in guter Qualität und zu fairen Preisen. >> |
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... finden sich selten auf der Strasse oder am Arbeitsplatz. Sie treffen sich meist im Internet durch konkretes Kennenlernen. Step by Step, weil die Liebe einschlägt, oder man einfach so verdammt gut miteinander sprechen und spielen kann. Man kann sich dafür 1000 Nächte mit bunten Fakes um die Ohren schlagen, oder dort suchen, wo sich Menschen nicht scheuen, Ihren Realnamen zu hinterlegen. Optimale Sicherheit und Ehrlichkeit für private Frauen und Männer mit realem Partnerwunsch bietet bisher nur die LS Community. Aber das verwundert ja nicht wirklich, oder? >> |
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