SM im Alltag

Es gibt Pärchen, die sich ihren SM-Alltag mit Hilfe von 24/7 sichern. Allerdings kann dies auf Dauer ziemlich langweilig werden.

Gerade in einer intensiven und langen Beziehung ist SM irgendwann einmal nicht mehr so prickelnd, wie zu Beginn. Das ist aber ganz natürlich, denn die Neuentdeckung wird eben zur Gewohnheit. Deshalb ist es nur normal, daß sich auch das Sexualverhalten im Alltag ändert. Oft denkt man dann, daß früher alles einfacher war, vor Allem,.wenn man zusammen zieht.

Um daher Peinlichkeiten zu vermeiden, können einige kleine Richtlinien schon helfen, wie zum Beispiel Wunschlisten, Zeichen setzen, eine SM-Pause einlegen oder aber einfach SM-Anteile in den Alltag mit einfliessen zu lassen.

Wunschliste

Bei der Wunschliste sollte einfach alles auf eine Liste geschrieben werden, was man gerne mal wieder machen würde. Beide Partner haben dann einen Blick auf diese Liste, und wenn es sich ergibt, erfüllt man die Wünsche eben. Auf diese Weise muss auch nicht immer eine Session geplant werden.

Zeichen setzen

Beim „Zeichen setzen“ legt man beispielsweise einfach ein paar Handschuhe auf´s Klavier oder die Peitsche aufgerollt auf den Küchentisch. Auch die Gerte vor dem Fernseher zeigt dem Partner, daß man gerne wieder einmal SM praktizieren möchte. Mit dieser „Zeichensetzung“ wird verhindert, den Partner direkt darauf ansprechen zu müssen, gerne mal wieder eine Session zu machen.

Natürlich kann man aber auch beim „Zeichen setzen“ sprachlich in eine Session einsteigen. Versteckte Zeichen verbunden mit der Frage, was man für den Partner denn Schönes tun kann, erhöht in der Regel jedoch den Reiz und klingt einfach besser, als die Feststellung, daß man gerne mal wieder eine Session haben würde.

SM-Pause

Zu viel SM kann allerdings auch irgendwann überdrüssig werden. Am Liebsten hat man natürlich immer „Neues“. Doch wenn es nichts „Neues“ mehr gibt, wird es langweilig. Bevor man sich dann jedoch zu Dingen zwingt, die einem öde vorkommen, legt man zwischendurch besser eine Pause ein. Danach geht es meist wieder mit frischer Energie in eine Session.

24/7

Auch 24/7 kann dem Alltag verfallen und langweilig werden.
Bei 24/7 ohne Vertrag und in einer etwas abgewandelten Form kann man den Alltag aber wieder etwas aufregender gestalten. Der Vorteil ist, daß die abgewandelte Form von 24/7 mehr Freiheiten zulässt. Jeder lebt dabei ganz normal sein eigenständiges Leben, bis zu dem Moment, wo das Spiel beginnt. Entgegengesetzt zu allen anderen Formen des SM kann dieses Spiel jederzeit beginnen und enden. Das bedeutet, daß der Dom also jederzeit zum Herrn und der Sub jederzeit zum Untergebenen werden kann, wie etwa durch ein Machtwort, eine Geste oder ein Schnalzer mit der Zunge seitens des Dom´s. Dann weiß der Sub Bescheid. Andererseits weiß der Dom bei einer Geste des Sub, einem Satz oder einem ruhigen knien vor dem Herrn, ebenfalls Bescheid.

SM sollte man auch nicht übertreiben. SM ist kein Sport, indem es eine Medaille zu gewinnen gibt, sondern eine Vereinbarung. Aus diesem Grund ist ein Tick weniger manchmal besser, als einer zuviel. Je mehr man sich nämlich Zeit lässt, desto mehr Chancen hat man, eine interessante und ausgewogene Beziehung zu starten, in der Blümchensex auch kein Schimpfwort ist.

SM-Anteile in den Alltag einfliessen lassen

Es gibt Situationen, in denen man wunderbar SM-Anteile in den Alltag einfliessen lassen kann, ohne daß die Menschen um einen herum, dies unbedingt mitbekommen müssen. Sei es nun das Latextop unter der Bluse, die Manschetten unter der Hose oder aber das elegante Halsband um den Hals. Auch das Wissen, daß das Bondageseil bei einem Spaziergang oder beim Wochenend-Einkauf sehr schön zwischen den Beinen reibt, gehört dazu.
Das Halsband ist für Viele ein gewöhnungsbedürftiges Schmuckstück. Daher muss es ja nicht gleich das Hundehalsband sein. Im Laden gibt es sehr schöne edle Stücke zu kaufen, die genau für solche Anlässe gedacht sind. Ebenfalls sollte man nicht unbedingt Jedem die Manschetten unter der Hose zeigen, oder aber öffentlich zeigen, wie geil man ist, weil das Seil zwischen den Beinen reibt.

Schlusswort

Irgendwann hat SM aber auch ein Ende, zumindest ein „öffentliches“ SM. Und das ist dann erreicht, wo viele verschiedene Menschen zusammen kommen, vor Allem Kinder.
Denn die Grenze zum Exhibitionismus ist oft schnell erreicht, und Exhibitionismus ist strafbar. Wer also seinen Mantel lüftet, nur weil der Dom es so befiehlt, macht sich strafbar. Dem Gesetz ist es nämlich egal, ob man nun devot oder dominant und ob man laut Vertrag Eigentum eines Herrn ist. Das Gesetz wird einen dafür belangen.

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